Gericht muss entscheiden: Wer trägt die Schuld für Unfall bei Seifenkistenrennen

München - Es ist kein alltäglicher Fall: Das Oberlandesgericht (OLG) München befasst sich in der bayerischen Landeshauptstadt an diesem Donnerstag (13 Uhr) mit einem Unfall bei einem Seifenkistenrennen. 

Seifenkistenrennen können ein großer Spaß sein. (Symbolbild)
Seifenkistenrennen können ein großer Spaß sein. (Symbolbild)  © 123RF/Russell Ensley

Ein Zuschauer hat den zuständigen Veranstalter des entsprechenden Rennens in Thannhausen im Landkreis Günzburg verklagt, weil eine sieben Jahre alte Teilnehmerin damals in der Klasse "Fantasie-Spaßrennen / Schnupperklasse / 5-8 Jahre" in einer Kurve von der Strecke abkam und ihn anfuhr.

Der Kläger gibt an, der Veranstalter habe bei dem Seifenkistenrennen im Juni des Jahres 2018 seine Verkehrssicherungspflicht verletzt. 

Das zunächst zuständige Landgericht hatte die Klage in vorheriger Instanz abgewiesen. 

Dass der Kläger zu Schaden kam, beruhe nicht auf einer Unachtsamkeit der Beklagten, vielmehr liege ein Unglück vor, in dem sich das allgemeine Lebensrisiko verwirklicht habe, hieß es im Urteil.

Dagegen legte der Zuschauer Rechtsmittel ein.

Titelfoto: 123RF/Russell Ensley

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