Nach Unwettern und herbstlicher Stimmung gibt es in Bayern wieder Sommer-Feeling!

München - Nach einem vielerorts trüben Wochenende mit Blitz, Donner und Starkregen steht Bayern die nächste Sommerwoche bevor.

Die Temperaturen klettern in Bayern wieder. (Symbolbild)
Die Temperaturen klettern in Bayern wieder. (Symbolbild)  © Daniel Vogl/dpa

"Die Höchstwerte werden am Main voraussichtlich jenseits der 30 Grad liegen", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Sonntag in München. Auch in den anderen Regionen des Freistaats könnten annähernd 30 Grad erreicht werden. "Es bleibt trocken bis Mitte der Woche."

Die Gefahr von Waldbränden steige lediglich in Unterfranken nennenswert. Mit Hochwasser sei nicht zu rechnen, auch wenn es zuletzt sehr viel geregnet habe. "Die Pegel sind nirgends kritisch."

Von Freitag bis Sonntag hatte es in weiten Teilen des Landes stark geregnet. Im Allgäu seien bis zu 150 Liter pro Quadratmeter gefallen - binnen 48 Stunden! Das entspreche normal einer gesamten Monatsmenge. Auch im Raum München gab es Starkregen. Der Meteorologe sprach von Kategorie 4 von 4, über Schäden sei ihm nichts bekannt.

Schnee in den bayerischen Alpen, aber nur von kurzer Dauer
München Wetter Schnee in den bayerischen Alpen, aber nur von kurzer Dauer

Seit Freitag hatte der Wetterdienst vor teils heftigen Unwettern verstärkt gewarnt, die zu Überflutungen, Sturzbächen und Murenabgängen führen könnten.

Flächendeckende Schäden meldeten die Einsatzkräfte zwar nicht. Allerdings traten hier und da Bäche und kleine Flüsse über die Ufer, im Oberallgäu geriet ein Hang ins Rutschen. Über ernsthaft Verletzte war zunächst nichts bekannt, jedoch wurden wassergefüllte Keller, durch Äste blockierte Straßen und Unfälle bei Aquaplaning gemeldet.

August 2022 fällt insgesamt deutlich zu trocken aus

Der August wird laut Experten insgesamt - abgesehen von wenigen Gebieten in Ostdeutschland - deutlich zu trocken ausfallen. (Symbolbild)
Der August wird laut Experten insgesamt - abgesehen von wenigen Gebieten in Ostdeutschland - deutlich zu trocken ausfallen. (Symbolbild)  © Daniel Vogl/dpa

Der Dauerregen ließ den Wasserstand vieler Flüsse ansteigen. Betroffen waren vor allem die Gebiete der kleineren südlichen Zuflüsse zur oberen Donau, der Altmühl, am Oberlauf von Iller und Lech, der bayerischen Bodensee-Zuflüsse und das Inn-Gebiet, wie der Hochwassernachrichtendienst meldete.

"An mittleren und größeren Flüssen, die von den Pegelmessstellen mit Meldestufen-Einteilung beobachtet werden, haben die Regenmengen bisher nur vereinzelt zu Ausuferungen geführt", hieß es seitens der Verantwortlichen.

Laut dem europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage wird der August dieses Jahres insgesamt - abgesehen von wenigen Gebieten in Ostdeutschland - im Vergleich zum vieljährigen Mittel deutlich zu trocken ausfallen. Vor allem im Westen und Süden seien die Abweichungen klar.

Flocken in Franken? Erster Schnee in Bayern erwartet
München Wetter Flocken in Franken? Erster Schnee in Bayern erwartet

Schwarzwald, Hochrhein und das Allgäu bis zum Bayerischen Wald hätten aufgrund der hohen Regenmengen der vergangenen Tage voraussichtlich keine größeren Probleme.

"Der Blick nach Rheinland-Pfalz, in die Südhälfte Hessens, in die Westhälfte Nordrhein-Westfalens sowie Unterfrankens zeigt da schon ein anderes Bild", sagte ein DWD-Meteorologe am Sonntag im hessischen Offenbach. In den vergangenen 30 Tagen seien dort mancherorts nur etwa 10 Prozent des üblichen Niederschlags gefallen. "An einzelnen Stationen ist im August noch überhaupt kein Niederschlag gemessen worden." So etwa in Würzburg.

Titelfoto: Daniel Vogl/dpa

Mehr zum Thema München Wetter: