Schäuble: Corona-Krise weltweit zu Neustart und Reformen nutzen

München - Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (77, CDU) hat dazu aufgerufen, im Angesicht der Coronavirus-Pandemie weltweit einen Neustart zu wagen - mit Mut, Optimismus, neuen Ideen und großem Reformwillen. 

Wolfgang Schäuble (77, CDU) hat dazu aufgerufen, im Angesicht der Coronavirus-Pandemie weltweit einen Neustart zu wagen.
Wolfgang Schäuble (77, CDU) hat dazu aufgerufen, im Angesicht der Coronavirus-Pandemie weltweit einen Neustart zu wagen.  © Michael Kappeler/dpa

Gleichzeitig mahnte der 77 Jahre alte Politiker der CDU wieder zu mehr globaler Zusammenarbeit. 

"Die großen Gestaltungsaufgaben unserer Zeit, ausgelöst durch den Klimawandel, die weltweite Migration, den grundstürzenden technologischen Wandel - die sind nicht verschwunden", betonte er in einer Videobotschaft für das internationale Kolloquium "Summer of Purpose" in München.

Ebenso wenig sei es bisher gelungen, das Wohlstandsgefälle zwischen Nord und Süd zu verringern. "Den tiefen Einschnitt, den die Pandemie ausgelöst hat, sollten wir deshalb als historische Chance sehen", sagte Schäuble und führte ferner weiter aus: "Corona hat die Welt für einen kurzen Moment entschleunigt. Nutzen wir diese Situation, um neuen Mut zu Reformen zu zeigen, jetzt den Neuanfang zu wagen." 

Denn die Welt stehe vor immensen Herausforderungen.

"Das Virus konfrontiert uns mit dem Unvorhersehbaren und verstärkt die Unsicherheiten und Ungewissheiten einer bereits zuvor aus den Fugen geratenen Weltordnung", sagte der CDU-Politiker. "Wir erleben die Folgen einer Globalisierung, die Maß und Mitte verloren hat."

Wolfgang Schäuble: Große Aufgaben können Kräfte mobilisieren

Doch große Aufgaben könnten Kräfte mobilisieren. "Sie können uns die Entschlossenheit und Stärke verleihen, um gesellschaftliche Spaltungen, Beharrungskräfte und Blockaden in den internationalen Beziehungen zu überwinden." 

Schäuble plädierte zudem für ökonomische Dynamik, Technologiefreundlichkeit, aber auch für Nachhaltigkeit und den Schutz der Lebensgrundlagen und der Zukunftschancen kommender Generationen. "Dazu müssen wir vor Ort anfangen und gleichzeitig die Möglichkeiten globaler Zusammenarbeit stärken." Er betonte: "Denn wie die Pandemie gezeigt hat: Den Herausforderungen der Menschheit können wir nur gemeinsam, multilateral begegnen."

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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