Zu viele Unterschiede! Söder fordert einheitliches Vorgehen in der Corona-Pandemie

München - Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hat CSU-Chef Markus Söder (54) ein einheitliches Vorgehen in Deutschland und darüber hinaus in Europa gefordert.

CSU-Chef Markus Söder (54) hat ein einheitliches Vorgehen in Deutschland und darüber hinaus in Europa gefordert.
CSU-Chef Markus Söder (54) hat ein einheitliches Vorgehen in Deutschland und darüber hinaus in Europa gefordert.  © Matthias Balk/dpa

"Zu viele Differenzierungen und Unterschiede verwirren die Menschen und schwächen die Akzeptanz", sagte der bayerische Ministerpräsident der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Gerecht ist, was für alle gilt. Wir brauchen ein belastbares Konzept, das überall in Deutschland gilt."

"Am besten wäre eine einheitliche europäische Strategie in der Corona-Bekämpfung. Sollte dies weiter nicht gelingen, wären Grenzkontrollen sinnvoll", meinte er und führte weiter aus: "Das hat schon im Frühjahr effektiv geholfen. Es dauert ja auch nicht ewig. Wenn mehr Impfstoff da ist, kann sich die Situation rasch verbessern."

Angesichts der angespannten Lage wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die jeweiligen Regierungschefs der Länder am Dienstag über mögliche weitere Einschränkungen für die Bürger in der Pandemie beraten.

Söder meinte hierzu: "Das Grundproblem in unserem Umgang mit der Pandemie war oftmals, dass die Gegenmaßnahmen zu spät getroffen und dann zu früh wieder gelockert wurden." Der Lockdown light sei kein Fehler gewesen.

"Aber es war eben nur die halbe Dosis dessen, was gebraucht wird", erklärte er. Es schwäche die Bemühungen, wenn gemeinsam in Berlin getroffene Beschlüsse nur halbherzig und unterschiedlich umgesetzt würden.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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