Zweite S-Bahn-Stammstrecke in München wohl deutlich teurer und viel später!

München - Die zweite S-Bahn-Stammstrecke in München könnte laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung viel teurer werden und darüber hinaus auch noch viel später in Betrieb gehen als geplant.

Der S-Bahn-Verkehr spielt in München eine zentrale Rolle.
Der S-Bahn-Verkehr spielt in München eine zentrale Rolle.  © Peter Kneffel/dpa

Es werde damit gerechnet, dass die Kosten von 3,8 Milliarden auf fünf Milliarden Euro steigen und die ersten Züge nicht 2028, sondern erst 2033 fahren.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (52, FDP) werde am Donnerstag zu einem Krisengespräch in der Staatskanzlei Bayerns mit Ministerpräsident Markus Söder (55, CSU), dem bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter (58, CSU) und der Zweiten Bürgermeisterin von München, Katrin Habenschaden (45, Grüne), erwartet.

Eine zuständige Sprecherin der Deutschen Bahn sagte, die DB stehe mit den Projektpartnern im regelmäßigen Austausch. "Das umfasst auch die Zeit- und Kostenpläne des Projekts. Zu der Berichterstattung möchten wir uns nicht äußern."

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Ein Sprecher des Bayerischen Verkehrsministeriums sagte, am Donnerstag sei ein Kennenlerntreffen mit Wissing in der Staatskanzlei geplant. Dabei werde auch über die Stammstrecke gesprochen.

Alle Münchner S-Bahnen müssen auf der 1972 zu den Olympischen Spielen eröffneten Stammstrecke in einem Tunnel die Münchner Innenstadt unterqueren. Um dieses Nadelöhr zu beseitigen, wird auf rund zehn Kilometern eine zweite Stammstrecke gebaut. Im Oktober 2016 haben der Bund und der Freistaat Bayern die gemeinsame Finanzierung vereinbart.

Danach trägt der Bund 60 Prozent der förderfähigen Baukosten. Zugrunde lagen die damals von der Deutschen Bahn errechneten Gesamtkosten von 3,85 Milliarden Euro.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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