So viele neue Homo-Ehen wurden in Sachsen geschlossen

Dresden - Die Gleichstellung schreitet voran: Seit der Bundestag 2017 die Homo-Ehe erlaubt hat, geben sich immer mehr Homosexuelle das Ja-Wort. 2018 waren es allein in Sachsen 1088 Paare.

Rund fünf Prozent aller Ehen, die 2018 in Sachsen geschlossen wurden, entfallen auf homosexuelle Paare.
Rund fünf Prozent aller Ehen, die 2018 in Sachsen geschlossen wurden, entfallen auf homosexuelle Paare.  © Michael Reichel/dpa

Rund fünf Prozent der Ehen, die im vergangenen Jahr im Freistaat geschlossen wurden, fallen auf Paare gleichen Geschlechts. Das Statistische Landesamt beziffert sie auf 1088. Insgesamt waren 2018 in Sachsen 20.586 Paare vor den Traualtar getreten, um den Bund fürs Leben zu schließen.

Die meisten sächsischen Homo-Ehen sind in Leipzig geschlossen worden: 291 gleichgeschlechtliche Paare gaben sich hier das Ja-Wort. Damit liegt Leipzig knapp vor Dresden, wo 264 homosexuelle Eheschließungen stattfanden.

Auf den gesamten Freistaat bezogen ist die Quote zwischen männlichen und weiblichen Paaren recht ausgeglichen: Mit 570 lesbischen Eheschließungen rangieren die Damen knapp vor den Herren, die sachsenweit auf 518 kommen.

Viele der homosexuellen Paare, die nun die Eheringe tauschten, haben vorher bereits in einer Lebenspartnerschaft zusammengelebt: In 660 Fällen wurde solch eine Partnerschaft in eine Ehe umgewandelt. Die gesetzliche Gleichstellung hetero- und homosexueller Ehen gibt es noch nicht lange: Erst seit Oktober 2017 dürfen Homosexuelle in Deutschland heiraten.

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