Kaiserslautern und Waldhof Mannheim mit offenen Fanbrief: Die Anspannung vor dem Derby spitzt sich zu

Kaiserslautern - Am Sonntag ist es soweit. 22 Jahre standen sich die ersten Mannschaften der beiden Clubs in einem Ligaspiel nicht mehr gegenüber, nun steigt am 7. Spieltag der dritten Liga wieder das Derby: Der SV Waldhof Mannheim ist beim 1. FC Kaiserslautern auf dem Betzenberg zu Gast.

Der zerstörte 11-Freunde-Kreisel in Kaiserslautern.
Der zerstörte 11-Freunde-Kreisel in Kaiserslautern.

Und in dieser Partie steckt eine Menge Brisanz, wie das Katz-und-Maus-Spiel zeigt, was sich die verfeindeten Fangruppen seit Wochen liefern.

Zunächst beschmierten offenbar Lautrer mit einem Graffiti eine Autobahnbrücke bei Mannheim, was einige Waldhof-Anhänger auf die Palme brachte.

In roter Schrift war dort "1. FCK" geschrieben, wie "Mannheim24" berichtete. Doch dafür rächten sich offenbar einige Waldhof-Anhänger nur einen Tag später.

Wie auch TAG24 berichtete, randalierten Waldhof-Mannheim-Fans in der Nacht zum 5. August in Kaiserslautern und schlugen zwei Figuren des 11-Freunde-Kreisels die Betonköpfe ab (siehe Bild). Zudem beschmierten sie das Denkmal der Lautrer Fußballweltmeister von 1954 mit blauer Farbe.

Aufgrund dieser Vorkommnisse und vor allem wegen der großen Historie des Derbys, scheint die Anspannung der Vereinsverantwortlichen vor dem Duell groß zu sein.

Fans von Waldhof Mannheim werden von der Polizei begleitet .(Archiv)
Fans von Waldhof Mannheim werden von der Polizei begleitet .(Archiv)  © DPA/ Jan Hübner

So veröffentlichten sie am Mittwoch einen offenen Brief, in dem sich die Clubs ein friedliches Derby wünschen.

Sie fordern, "dass an diesem Sonntag die großen Emotionen auf beiden Seiten ausgelebt werden. Auf und auch neben dem Platz."

Demnach gehöre es ebenfalls dazu, "dass sich nicht nur die Mannschaften auf dem Platz, sondern auch die Fans auf den Tribünen miteinander messen."

Auch "Stichelei gegen den Konkurrenten gehört für uns zu einem Derby dazu", erklärten die Clubs in dem Brief.

Was jedoch keiner sehen will, ist klar: "jegliche Form von Hass und Gewalt. Ob im Vorfeld oder am Spieltag, Gewalt hat beim Fußball wie auch sonst überall nichts zu suchen", appellieren die Vereinsverantwortlichen an ihre Anhänger.

Ob dieser auch schlussendlich bei den Richtigen ankommt und es rund ums Derby am Sonntag (13 Uhr) friedlich bleiben wird, ist natürlich dennoch fraglich.

Jedenfalls handelt es sich um ein Hochrisikospiel und die Polizei wird mit "mehreren hundert Einsatzkräften" versuchen, die verfeindeten Fanlager auseinanderzuhalten, wie ein Sprecher gegenüber TAG24 mitteilte. Genauere Zahlen wolle er allerdings nicht nennen, um das Polizei-Konzept nicht zu gefährden.

Ob bei den Vereinen, den Fans oder bei der Polizei: Die Anspannung wenige Tage vor dem Derby spitzt sich zu.

FCK-Fans zünden Pyrotechnik.
FCK-Fans zünden Pyrotechnik.

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