1. FC Kaiserslautern zieht offenbar die Reißleine! Coach Sascha Hildmann vor Entlassung

Kaiserslautern - Das Trainerkarussell dreht sich weiter wie verrückt! Nachdem bereits Zweitligist Holstein Kiel seinen Coach André Schubert entlassen hat (TAG24 berichtete), steht auch bei Drittligist 1. FC Kaiserslautern Übungsleiter Sascha Hildmann vor dem Aus.

Sascha Hildmann steht beim 1. FC Kaiserslautern vor dem Aus.
Sascha Hildmann steht beim 1. FC Kaiserslautern vor dem Aus.  © Uwe Anspach/dpa

Dem gebürtigen Lauterer wird die sportlich brutale 1:6-Klatsche beim SV Meppen vermutlich zum Verhängnis. Denn das Abwehrverhalten war desolat und hatte mit Drittliga-Niveau nichts zu tun.

Die Lauterer wurden im Spielverlauf immer schwächer, die zunehmende Verunsicherung war ihnen deutlich anzumerken.

Hildmann sagte nach der Partie niedergeschlagen: "Man kann nicht alles erklären. Ich kann mich bei den Fans nur entschuldigen, das haben sie nicht verdient."

Der Coach fügte entsetzt hinzu: "Wir haben unfassbar viele Fehler gemacht. Wir hatten keine Zweikampfführung in allen Belangen."

So gab es keinen Akteur, an dem sich die anderen hätten aufrichten können. Auch deshalb hat der FCK nach acht Spielen nur neun Punkte, ein Torverhältnis von 13:18 auf dem Konto und liegt damit auf Rang vierzehn nur einen Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz.

Gerade die Defensive ist ein großer Schwachpunkt der "Roten Teufel". Nur die Würzburger Kickers kassierten mehr Gegentore.

Dazu geht ihnen die Konstanz in dieser Saison bisher völlig ab. 1:6, 6:0, 1:1, 5:3 und 0:3 - die letzten fünf Pflichtspielergebnisse zeigen deutlich, wo der Schuh bei Kaiserslautern drückt.

Saisonziel Aufstieg in die 2. Bundesliga beim 1. FC Kaiserslautern gefährdet

Im DFB-Pokal gegen den 1. FSV Mainz 05 zeigten die Lauterer um Neuzugang Manfred Starke (l.), was sie draufhaben und bezwangen den Bundesligisten mit 2:0.
Im DFB-Pokal gegen den 1. FSV Mainz 05 zeigten die Lauterer um Neuzugang Manfred Starke (l.), was sie draufhaben und bezwangen den Bundesligisten mit 2:0.  © Uwe Anspach/dpa

Für Hildmann hatte deshalb zuletzt immer weniger gesprochen. Er konnte das Potenzial seiner Mannschaft nicht entfalten, seit er das Team am 6. Dezember 2018 von Michael Frontzeck übernommen hatte. Unter ihm landete der FCK nur auf einem enttäuschenden neunten Platz.

Das sollte in dieser Saison anders werden. Lautern ging als einer der großen Aufstiegsfavoriten in die Spielzeit.

Nachdem zuvor sogar um die Drittliga-Lizenz gezittert werden musste, stieg der luxemburgische Immobilieninvestor Flavio Becca als Mäzen ein und pumpte ein Darlehen in Höhe von 2,6 Millionen Euro in den Verein.

Dazu flossen von Quattrex weitere 2,5 Millionen Euro plus erfolgsabhängige Bonuszahlungen an die Lauterer.

Mit diesem frischen Geld und namhaften Neuzugängen sollte es eigentlich wieder hoch in die 2. Bundesliga gehen. Davon ist der FCK momentan aber weit entfernt, denn eine Weiterentwicklung war unter Hildmann nicht zu sehen.

Ein neuer Trainer muss nun versuchen, eine kampf- und spielstarke Einheit zu finden, die ohne große Leistungsschwankungen auskommt und im Idealfall eine Siegesserie einfährt. Die Möglichkeiten dafür bietet der Kader allemal. Doch der Rückstand auf Aufstiegsrelegationsplatz drei beträgt aktuell sieben Zähler.

Sascha Hildmanns Entlassung soll am Montag bekanntgegeben werden.
Sascha Hildmanns Entlassung soll am Montag bekanntgegeben werden.  © Uwe Anspach/dpa

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