12 Verletzte durch Böller: Geringe Strafe für 1. FC Köln verhängt

Köln - Der 1. FC Köln muss 5000 Euro Strafe zahlen, nach dem ein Mann (35) im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach 12 Menschen mit einem gezündeten Böller verletzt hatte.

Die Fans von Borussia Mönchengladbach zündeten beim Spiel gegen den 1. FC Köln Pyrotechnik, im Kölner Block zündete ein Mann (35) einen lauten Böller, der zwölf Menschen verletzte.
Die Fans von Borussia Mönchengladbach zündeten beim Spiel gegen den 1. FC Köln Pyrotechnik, im Kölner Block zündete ein Mann (35) einen lauten Böller, der zwölf Menschen verletzte.  © Federico Gambarini/dpa

Der Böller zündete in der 85. Spielminute beim Derby am 14. September 2019.

Zwölf Menschen, darunter neun Ordner, erlitten ein Knalltrauma.

Jetzt verhängte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die fällige Strafe für den 1. FC Köln.

Nur 5000 Euro müssen die Kölner zahlen. Eigentlich sollten hätte die Strafe bei mindestens 50.000 Euro oder mehr gelegen, so das Gericht.

Weil Ordner den Mann identifizierten und den Täter schnell überführten, blieb die Strafe im vierstelligen Bereich.

Wörtlich heißt es seitens des DFB: "Ganz erheblich strafmildernd berücksichtigt der DFB-Kontrollausschuss zu Gunsten der 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA jedoch, dass diese den konkreten Täter ermittelt hat."

Der Täter selbst erhielt vom 1. FC Köln bereits vorab die höchstmögliche Strafe: 3 Jahre Stadionverbot in Köln.

Nach Vereinsangaben handelte es sich bei ihm weder um ein Mitglied des Vereins, noch um einen Dauerkarteninhaber.

12 Menschen wurden verletzt

Auch die Spieler waren gefährdet, blieben aber unverletzt.
Auch die Spieler waren gefährdet, blieben aber unverletzt.  © Federico Gambarini/dpa

"Der Böllerwurf war ein krimineller Akt, für den es keinerlei Toleranz gibt und der hoffentlich auch strafrechtlich konsequent geahndet wird", sagte Vereinsgeschäftsführer Alexander Wehrle damals nach der Tat.

Bei der Detonation kurz vor Spielende waren zwölf Menschen im Kölner Stadion mit Verdacht auf Knalltraumata in ein Krankenhaus gebracht worden.

Der 1. FC Köln konnte den Täter zwar schnell überführen, muss aber trotzdem die Strafe zahlen.

Die Regelung des DFB lautet: "Die Haftung der Vereine für Fehlverhalten von ihnen zuzurechnenden Personen ist in den Statuten des DFB zweifelsfrei geregelt."

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