1. FC Köln: Acht Fakten zur Hinrunde

Köln – Mit 17 Punkten aus Spielen kam Aufsteiger 1. FC Köln mit einem blauen Auge davon und hat vor der Rückrunde noch alle Chancen auf den Klassenerhalt. Diese acht Fakten beschreiben die Kölner Bundesliga-Hinrunde aus verschiedenen Perspektiven.

17 Punkte nach der Hinrunde

Köln steht aktuell mit einem Schnitt von einem Punkt pro Spiel auf einem Nichtabstiegsplatz über dem "Strich". Und damit auch deutlich besser als 2017/18 (sechs Punkte)

Hochgerechnet dürfte diese Punktzahl aber knapp werden. In den letzten fünf Jahren wäre man mit 34 Punkten am Saisonende zweimal direkt abgestiegen.

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Die Gisdol-Bilanz

Als Markus Gisdol neuer Trainer des 1. FC Köln wurde, schlug ihm zunächst viel Skepsis vonseiten der Fans entgegen. Und auch sein Start verlief mit zwei Auswärtspleiten und einem Heimpunkt gegen Augsburg recht bescheiden.

Aber Gisdol brachte den Glauben zurück. Dank der drei Siege zum Ende der Hinrunde kletterte sein Punkteschnitt auf 1,67 (zehn Punkte aus sechs Spielen). Unter Beierlorzer waren es 0,64 Punkte pro Spiel. Hält Köln die Gisdol- Bilanz, gelingt der Klassenerhalt definitiv.

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19 Treffer durch 10 Torschützen

Dank der sieben Tore in den drei letzten Spielen der Vorrunde stellt der FC nicht mehr die schlechteste Offensive. Allerdings werden die 19 Tore nur durch Düsseldorf und Wolfsburg (jeweils 18) unterboten.

Die Kölner Treffer verteilen sich auf insgesamt 10 Spieler. Stürmer Cordoba erzielte die meisten Tore (4), direkt dahinter folgen Simon Terodde und Abwehrspieler Bornauw (beide 3). Die Stürmer trafen zusammen 8-mal, das Mittelfeld machte sieben Tore und die Abwehr vier Treffer.

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Kölner Laufleistung legte zu

Zu Saisonbeginn wurde das Team aufgrund der Laufleistung kritisiert und fand sich im Ligavergleich auf dem letzten Platz wieder (TAG24 berichtete). Nach 17 Spieltagen steht der 1. FC Köln mit 1910 Kilometern auf Platz 17. Am meisten liefen bisher die Spieler des SC Paderborn (2034 km).

Ellyes Skhiri ist die "Lunge" des Kölner Spiels. Der Tunesier läuft im Schnitt 12,5 Kilometer.

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Köln ist Karten-König

Die Laufleistung war aber auch deswegen nicht optimal, weil Köln mehrmals Spiele in Unterzahl beenden musste. Bereits drei Spieler bekamen einen Platzverweis. Zusammen mit 42 Gelben Karten ist das der höchste Wert. Köln ist bisher das unfairste Team der Bundesliga.

Mit Hector und Ehizibue saßen bereits zwei Spieler Gelbsperren ab. Dieses Schicksal droht demnächst auch Drexler und Terodde (jeweils vier Gelbe Karten).

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Nur Timo Horn als Dauerbrenner

Torwart Timo Horn stand bisher in jeder Spielminute auf dem Rasen. Von den Feldspielern erreichte keiner diese Marke. Hector und Bornauw kommen auf jeweils 16 Einsätze.

Insgesamt setzte Köln 24 Spieler ein. Sechs Akteure – darunter drei Ersatztorhüter – kamen bisher noch gar nicht zum Einsatz.

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32 Gegentore: Köln ist nicht die Schießbude der Liga

Unter Gisdol gelangte auch die Defensive zu mehr Stabilität. Der Schnitt an Gegentoren sank unter zwei pro Spiel. Köln hat immerhin nur noch die fünftschlechteste Abwehr der Liga.

Timo Horn hielt seinen Kasten dreimal sauber ohne Gegentor. Top-Wert in der Liga sind fünf "weiße Westen". In der Aufstiegssaison blieb der FC neunmal ohne Gegentreffer.

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Der Nachwuchs darf ran und überzeugt

In der Hinrunde setzte der 1. FC Köln fünf Spieler im Alter von unter 21 Jahren ein. Außer Sebastiaan Bornauw (20) entstammen die Talente dem eigenen Nachwuchs. Während es bei Darko Churlinov bei einem Einsatz blieb, durften Noah Katterbach (18), Ismael Jakobs (20) und Jan Thielmann (17) nach ihren Debüts bereits mehrmals Bundesligaluft schnuppern. Und vor allem Linksverteidiger Katterbach zeigte sein Potenzial bereits deutlich.

So viele Spieler aus der eigenen Jugend mit Stammplatz-Ambitionen hatte der 1. FC Köln schon lange nicht mehr im Kader.

© Guido Kirchner/dpa

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