Ex-Trainer Scholz entführt bei Lok Leipzig die Punkte

Leipzig - Nach vier Spielen in Folge ohne Sieg traf Lok Leipzig am Freitagabend auf heimischem Boden auf Ex-Trainer Heiko Scholz samt seinem neuem Verein Wacker Nordhausen. Trotz anfangs energischer Leipziger sollte es jedoch auch vor den angereisten 3079 Fans nicht gegen die Nordhausener reichen, die nach dem 1:0 durch Genausch das Spiel für sich entschieden.

Auch gegen Wacker Nordhausen sollte es für Lok nicht zu einem Sieg reichen.
Auch gegen Wacker Nordhausen sollte es für Lok nicht zu einem Sieg reichen.  © Screenshot/facebook.com/1fclokleipzig/Archiv

Große Chancen suchte man zunächst vergeblich. Erst in der 11. Minute versuchte es Lok über Links, doch der Schuss von Schulze ging knapp drüber.

Drei Minuten später folgte sogleich die nächste Großchance, dieses Mal nach einer Hereingabe von rechts durch Steinborn. Pfeffer versuchte es aus kurzer Distanz, doch wieder ging der Ball über den gegnerischen Kasten.

Wacker versuchte es daraufhin mit einem Konter, doch auch die Nordhausener schienen zunächst ihr Zielwasser in der Kabine vergessen zu haben. Lok hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits warm geschossen, was zu drei weiteren Chancen in der 17., 18. und 20. Minute jeweils durch Steinborn führte.

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In der 29. dann die erste gute Chance auf Seiten der Nordhausener, die sogleich für Durcheinander in der LOK-Abwehr sorgte.

Kirsten musste schließlich dem Ball nachjagen, erwischte ihn jedoch nicht. Glück für die Loksche, dass Wacker das Runde nicht im Eckigen versenkte. Der FSV gewann immer mehr an Stärke und sorgte so zunehmend für Spiel- und Chancengleichheit, was in der 35. Minute gleich zu einer neuen Gelegenheit führte. Kirsten konnte jedoch rechtzeitig parieren.

Steinborn versuchte es in der 38. nochmals allein, lupfte den Ball jedoch sowohl über Keeper als auch Tor. Darauf Wacker mit einer weiteren Chance in der 45., die ebenfalls im Sande verlief. Dass es zur Halbzeit noch 0:0 stand, war kaum vorstellbar.

Lok Leipzig gegen Wacker Nordhausen: Das Spiel wäre entschieden, wäre da nicht Kirsten

Der Leipziger Ex-Coach Heiko Scholz nahm die Punkte mit.
Der Leipziger Ex-Coach Heiko Scholz nahm die Punkte mit.  © Picture Point / Gabor Krieg

Nach der Pause versuchte es Lok zunächst weiter mit Druck, doch der eingewechselte Malone köpfte vorbei.

Die mangelhafte Chancenverwertung sollte den Leipzigern in diesem Moment zum Verhängnis werden, denn Nordhausen setzte zum Konter an. Genausch wurde nicht energisch genug gestört, zog ab und traf ins lange Eck. Der Leipziger Keeper ohne Chance. 1:0 für die Gäste.

Lok daraufhin wie im Schockzustand, während Nordhausen weiter für Druck sorgte und in den folgenden Minuten gleich zwei weitere Chancen sowie eine Ecke herausholen konnte. Wäre nicht Keeper Kirsten, wäre das Spiel wohl spätestens jetzt entschieden gewesen.

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Die Leipziger rappelten sich jedoch noch auf und erlangten in der 65. Minute endlich wieder eine Konterchance, gefolgt von einer weiteren Gelegenheit in der 67. Alas, es half nichts. Der Ball wollte nicht im Netz landen.

Lok versuchte bis zum Schluss weiter, die Kontrolle zurückzugewinnen, während Nordhausen an Kontergelegenheiten arbeitete. Das Spiel fand zunehmend zwischen den Strafräumen statt. Letztendlich schien bei beiden Mannschaften die Luft raus zu sein und so ging das Spiel mit einem verdienten 1:0 zu Ende.

Die Niederlage gegen Wacker Nordhausen markiert somit das fünfte Spiel in Folge ohne Sieg für die Leipziger, die weiterhin auf Platz 6 der Tabelle verweilen.

Am kommenden Freitag wird Lok zu Gast in Berlin sein und dort auf die zweite Mannschaft von Hertha BSC treffen.

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