Bitter! Schlusslicht schießt Lok Leipzig aus dem Stadion

Rathenow - Der 1. FC Lokomotive Leipzig steckt auf den letzten Metern der Saison in einer Ergebniskrise. Der Regionalliga-Sechste verlor am Sonntag bei Schlusslicht Optik Rathenow überraschend deutlich mit 2:4 (1:3) und zog somit auch im dritten Pflichtspiel in Serie den Kürzeren. Nach Djamal Zianes Führungstreffer in der 2. Minute waren Emre Turan (25.) und Caner Özcin (29.) vom Punkt erfolgreich, Süleyman Kapan (35.) und Cüneyt Top (60.) erhöhten. Ziane sorgte mit dem Schlusspfiff für Ergebniskosmetik (90.+1).

Zurzeit glücklos: Lok Leipzigs Ryan Malone. (Archivbild)
Zurzeit glücklos: Lok Leipzigs Ryan Malone. (Archivbild)  © 1. FC Lokomotive Leipzig

Nach der super knappen und umso bitteren Halbfinalpleite im Sachsenpokal bei Tabellenführer Chemnitzer FC (12:13, TAG24 berichtete) musste der Fokus wieder auf die Liga gelegt werden. Da zuvor auch schon zu Hause gegen Abstiegskandidat VSG Altglienicke 1:3 verloren wurde, wollte der FCL Wiedergutmachung in Brandenburg.

Leichtes Spiel, dachte man. Doch Vorsicht, Rathenow hatte das letzte Ligaspiel überraschend hoch 4:0 in Bautzen gewonnen. Und auch die Leipziger, für die es in der Regionalliga Nordost weder um den Auf- noch um den Abstieg geht, wurden eiskalt erwischt.

Zunächst kamen die Gäste super ins Spiel. Djamal Ziane köpfte die Blau-Gelben nach Flanke von Peter Misch schon nach nicht einmal 120 Sekunden in Führung.

Doch dann nutzte der FSV Optik gleich mehrere Chancen. Erst erzielte Emre Turan den Ausgleich (25./Elfmeter), ehe Caner Özcin (29./Elfmeter) und Süleyman Kapan (35.) die Hausherren innerhalb von zehn Minuten mit 3:1 in Führung schossen. Beide Strafstöße hatte Markus Krug verursacht.

Pfeffer und Steinborn kommen für die Offensive, doch Rathenow macht alles klar

Verlor mit dem FCL das dritte Spiel in Folge: Teammanager Björn Joppe. (Archivbild)
Verlor mit dem FCL das dritte Spiel in Folge: Teammanager Björn Joppe. (Archivbild)  © Picture Point

Die beiden Elfmeter warfen die Lokomotive aus der Bahn, Teammanager Björn Joppe brachte zur zweiten Halbzeit mit Sascha Pfeffer (für Markus Krug) und Matthias Steinborn (für Nicky Adler) zwei frische Offensivkräfte.

Der 1. FC näherte sich dem gegnerischen Tor an, kam aber zu einem Abschluss. Und so nutzte Rathenow die nächste Gelegenheit. Cüneyt Top wurde im Sechzehner nicht angegriffen, schoss den Letzten mit 4:1 in Front (60.).

Lok gab sich aber noch nicht auf: Eine Ecke von Maik Salewski landete genau auf der Querlatte. Ziane hübschte das miese Ergebnis noch etwas auf, traf mit dem Abpfiff zum 2:4-Endstand.

Nach einem 0:0 gegen Budissa Bautzen und 1:3 gegen Altglienicke daheim sowie der Auswärtspleite im Sachsenpokal beim CFC bliebt Lok Leipzig auch in der vierten Begegnung in Folge ohne Sieg. Dennoch stehen die Joppe-Jungs auf einem sicheren sechsten Tabellenplatz. Freitag kommt Wacker Nordhausen mit Ex-Coach Heiko Scholz ins Bruno. Anstoß ist 19 Uhr.

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