Lok- und Chemie-Fans liefern sich Schlägerei am Hauptbahnhof

Die Polizei Leipzig ermittelt wegen verschiedener Delikte, vor allem aber wegen Körperverletzung. (Symbolbild)
Die Polizei Leipzig ermittelt wegen verschiedener Delikte, vor allem aber wegen Körperverletzung. (Symbolbild)  © DPA

Leipzig - Das Fußballspiel 1. FC Lokomotive Leipzig gegen FC Energie Cottbus am Tag der Deutschen Einheit endete zwar mit einem Spielstand von 0:0, war aber weitgehend friedlich verlaufen. Wie kam es dann zur Massenschlägerei zwischen Lok- und BSG Chemie-Fans am Leipziger Hauptbahnhof?

5.589 Fans, davon 930 Gäste, verfolgten das Spiel Lok gegen Energie Cottbus im Bruno-Plache-Stadion am Dienstagnachmittag (TAG24 berichtete). Anschließend gingen die Fans friedlich auseinander, die Cottbusser reisten ab.

Womit kaum jemand rechnete: Gegen 17.45 Uhr warteten ein paar Lok-Fans am Leipziger Hauptbahnhof auf BSG Chemie-Anhänger, die von einem Auswärtsspiel aus Halberstadt anreisen sollten. Die Polizei sprach den Lok'schen einen Platzverweis aus, doch vor dem Bahnhof kam es zum Eklat.

An der Zentralhaltestelle der Straßenbahn gingen BSG- und Lok-Fans aufeinander los. Ein Chemie-Sympathisant stieß einen seiner Rivalen vor eine einfahrende Tram - glücklicherweise wurde der Lok-Fan nicht von der Straßenbahn erfasst. Andere BSG-Freunde bewarfen Einsatzkräfte der Polizei, die gerade mit der Klärung der Situation beauftragt worden waren, mit Flaschen.

Um die Identität der Täter zu ermitteln, musste die Weiterfahrt einer Straßenbahn unterbunden werden. Im öffentlichen Personen- und Nahverkehr kam es zu Verspätungen. Erst um 20.48 Uhr wurden die Untersuchungen beendet.

Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. Hinzu kommen Anzeigen, die in Zusammenhang mit Straftaten, die sich während der An- und Abreise der Fans ereignet haben, stehen. Dazu gehören: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Autodiebstahl, Sachbeschädigung und Strafvereitelung.


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