1. FC Magdeburg auch unter Wollitz in der Krise: Voll im Abstiegskampf!

Magdeburg - Bedrohliche Lage! Der 1. FC Magdeburg rutscht in der 3. Liga immer weiter ab. Vor der Saison galt der FCM noch als Kandidat für den direkten Wiederaufstieg. Doch nun muss der Traditionsverein alle Kräfte bündeln, um die Klasse zu halten und den Super-GAU zu vermeiden.

FCM-Führungsspieler Jürgen Gjasula (r.) erzielte gegen den CFC sein erstes Saisontor.
FCM-Führungsspieler Jürgen Gjasula (r.) erzielte gegen den CFC sein erstes Saisontor.  © Picture Point / Gabor Krieg

Denn ein zweiter Abstieg in Folge wäre für den Klub eine sportliche Katastrophe. Wirft man einen Blick auf den Kader, ist das Erstaunen über das schwache Abschneiden groß.

Mit Spielern wie Kapitän Christian Beck, Jürgen Gjasula, Sören Bertram, Mario Kvesic und Tobias Müller stehen viele höherklassig erprobte Akteure im Kader, die ihre Fähigkeiten über viele Jahre unter Beweis gestellt haben.

Dennoch hakt es auf dem Platz erkennbar. Von der vorhandenen fußballerischen und individuellen Klasse ist nur wenig zu sehen.

Dazu sind einige Leistungsträger auf der Suche nach ihrer Bestform. So hat Beck zwar wieder acht Tore und sechs Vorlagen in 24 Spielen auf seinem Konto, traf in diesem Jahr aber noch gar nicht und agierte am Samstag beim 1:1 daheim gegen den Chemnitzer FC zum wiederholten Male unglücklich.

Auch Sören Bertram, der in 24 Einsätzen zwar auf zehn Treffer und zwei Vorlagen kommt, aber zu viele Großchancen vergibt, fehlen aktuell die letzten paar Prozent.

So hat der FCM in 24 Begegnungen schon elf Mal unentschieden gespielt, dazu sieben Niederlagen kassiert und lediglich sechs Siege geholt. Immerhin stimmt das Torverhältnis mit 30:27.

Der 1. FC Magdeburg muss schleunigst in die Erfolgsspur finden

Sören Bertram (l.) hat zwar schon zehn Tore in dieser Saison geschossen, aber auch viele Großchancen ausgelassen.
Sören Bertram (l.) hat zwar schon zehn Tore in dieser Saison geschossen, aber auch viele Großchancen ausgelassen.  © Picture Point / Gabor Krieg

Doch die Spiele selbst sind für die treuen Fans nur schwer zu ertragen. Dennoch ist nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga und den dürftigen Auftritten in der laufenden Saison nur bedingt Unmut zu spüren.

Stattdessen unterstützen die Anhänger ihr Team auch weiterhin. Denn das zeigte gegen Chemnitz Kampfeswillen und Leidenschaft, also die Grundtugenden, mit denen man im Abstiegskampf bestehen kann.

Dennoch wirkte die Mannschaft durch die ausbleibenden Erfolgserlebnisse verkrampft, weshalb ihr die Leichtigkeit und Selbstsicherheit fehlte.

Das wiederum hat auch Auswirkungen auf die Kreativität im Angriffsspiel, wo den Magdeburgern gegen den CFC erkennbar die Durchschlagskraft und Ideen abgingen, weshalb man nur wenige gute Gelegenheiten hatte.

Dazu streuen die Spieler zu viele Fehlpässe ein, weil sie stellenweise auch nicht die Ruhe am Ball haben. Wegen all dieser Aspekte hat sich der Trainerwechsel von Stefan Krämer zu Claus-Dieter Wollitz bislang noch nicht ausgezahlt. Nur zwei Punkte aus vier Spielen holte der Klub unter seiner Regie.

Das muss sich in Zukunft schleunigst ändern, wenn sich Magdeburg aus dem Tabellenkeller herauskämpfen will. Denn der CFC und auch der FC Viktoria Köln sind in diesem Jahr deutlich besser drauf als noch 2019, weshalb sie das Feld aktuell von hinten aufrollen und dem FCM immer näher kommen ...

FCM-Kapitän Christian Beck (M.) agiert in diesem Jahr unglücklich. Er bräuchte ein Erfolgserlebnis, das den Knoten wieder platzen lässt. (Archivbild)
FCM-Kapitän Christian Beck (M.) agiert in diesem Jahr unglücklich. Er bräuchte ein Erfolgserlebnis, das den Knoten wieder platzen lässt. (Archivbild)  © Picture Point / Sven Sonntag
TAG24-Redakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal mit der Krise beim 1. FC Magdeburg.
TAG24-Redakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal mit der Krise beim 1. FC Magdeburg.  © Picture Point / Gabor Krieg

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