Pokal-Sensation! 1. FC Saarbrücken wirft den KSC im Elfmeterschießen raus und erreicht das Viertelfinale

Völklingen - Was für ein spannender Elferkrimi! Regionalligist 1. FC Saarbrücken hat Zweitligist Karlsruher SC mit 5:3 nach Elfmeterschießen besiegt und ist sensationell ins DFB-Pokal-Viertelfinale eingezogen.

FCS-Stürmer Fabian Eisele (l.) im Duell mit KSC-Mittelfeldmann Jerome Gondorf.
FCS-Stürmer Fabian Eisele (l.) im Duell mit KSC-Mittelfeldmann Jerome Gondorf.  © dpa/Oliver Dietze

Im Elfmeterschießen begann der FCS. Steven Zellner (1:0), Timm Golley (2:1), Manuel Zeitz (3:2), Nino Miotke (4:2) und Christopher Schorch (5:3) zeigten allesamt keine Nerven und trafen vom Punkt, während beim KSC Innenverteidiger David Pisot mit dem dritten Elfmeter der Gäste an "Katze" Daniel Batz im Saarbrücker Tor scheiterte, der das Leder aus der rechten unteren Ecke fischte.

Zwar trafen Philipp Hofmann (1:1), Marco Djuricin (2:2) und auch Marvin Wanitzek (4:3), doch der FCS, der schon in der Verlängerung das bessere Team war, zeigte sich mental den entscheidenden Tick im ausverkauften Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen besser.

In der regulären Spielzeit selbst war nicht viel passiert, was ebenfalls für den Favoritenschreck spricht, der dem KSC einen großen Kampf lieferte, die Räume eng machte und immer wieder Nadelstiche nach vorne setzte, aber lange Zeit ebenfalls nicht entscheidend durchkam.

Es spricht für die Reife des Tabellenführers der Regionalliga Südwest, dass er sich im Glauben an die eigene Chance nie aus der Ruhe bringen ließ und keinen entscheidenden Fehler machte.

Der 1. FC Saarbrücken erweist sich auch gegen den KSC als Favoritenschreck!

Nahezu das ganze Spiel über wurde von beiden Fanlagern Pyrotechnik gezündet.
Nahezu das ganze Spiel über wurde von beiden Fanlagern Pyrotechnik gezündet.  © dpa/Oliver Dietze

Dem abstiegsbedrohten Zweitligisten fehlten hingegen die spielerische Linie und die Ideen, um die sicher stehende FCS-Verteidigung mal aufzubrechen.

Für Außenstehende mag das überraschend sein, doch wer sich mit beiden Mannschaften beschäftigt hat, der wird dieses Ergebnis gar nicht so überraschend finden.

Schließlich bezwangen die Hausherren in Runde eins den SSV Jahn Regensburg mit 3:2 und warfen in der zweiten Runde Bundesligist 1. FC Köln ebenfalls mit 3:2 aus dem Wettbewerb.

Zwar war die Partie am späten Mittwochabend das erste Pflichtspiel für Saarbrücken, während der KSC bereits zwei Begegnungen absolviert hat, doch der Trend sprach klar für den Außenseiter.

Denn während der KSC sich gerade erst von Trainer Alois Schwartz getrennt hatte (TAG24 berichtete), gewann Saarbrücken vor der Winterpause mit 7:0 gegen Schlusslicht TuS Rot-Weiß Koblenz.

Der FCS-Kader ist schließlich auch mit höherklassig erfahrenen Spielern wie Zellner, Boné Uaferro, Zeitz, Markus Mendler, Tobias Jänicke und auch Fanol Perdedaj gespickt, die an einem guten Tag auch Teams aus Liga eins und zwei Probleme bereiten können, wie diese Pokal-Saison belegt.

Doch dass der FCS es tatsächlich schafft, in die Runde der letzten Acht einzuziehen, ist dann doch eine Sensation!

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