Rückschlag beim Angstgegner: Union-Coach vermisst Souveränität

Berlin - Union Berlin hat es verpasst das Polster auf die Verfolger weiter auszubauen. Die 1:0-Pausenführung reichte am Ende nicht. Die Köpenicker verloren beim 1. FC Heidenheim noch mit 1:2.

Union-Coach Urs Fischer hadert an der Seitenlinie.
Union-Coach Urs Fischer hadert an der Seitenlinie.  © DPA

Union-Trainer Urs Fischer monierte vor allem die fehlende Souveränität seiner Mannschaft in den ersten 15 Minuten nach Wiederanpfiff: "Wir haben die Organisation nicht mehr so hinbekommen. Es gab eine Serie von Eckbällen. Heidenheim hat auch Druck erzeugt. Solche Drucksituationen muss man aber auch mal überstehen können", monierte Fischer.

Dabei befand sich Union beim Angstgegner – gegen keinen anderen aktuellen Zweitligisten warten die Berliner länger auf einen Sieg – auf dem Sprung in Richtung Aufstiegsplatz, nachdem Robert Zulj in der 23. Minute die verdiente Führung erzielt hatte. Doch gleich nach Wiederbeginn drehten Robert Glatzel (48.) und Marc Schnatterer (56.) innerhalb von acht Minuten das Spiel.

Zwar versuchte Union noch einmal zurückzukommen, doch sowohl die eingewechselten Abdullahi (71. Minute) und Mané (73.) scheiterten. Weil auch Zulj die große Möglichkeit auf den Ausgleich vergab, als sein Schuss aus fünf Metern noch vor der Linie geblockt werden konnte (84.), mussten die Berliner ohne Punkte die Heimreise antreten.

"Wir hatten nicht mehr die Ruhe, vor allem mit dem Ball. Es gab zu viele Abspielfehler. Der Ball wurde zu schnell weggeschlagen. Es gab eine unnötige Unruhe", so Fischer weiter. Der Coach will sich nun vor allem die Startphase des zweiten Durchgangs noch mal ganz genau anschauen.

Ab Montag wird wieder voll trainiert. Im Rahmen der Länderspielpause wird es zudem Wettkampfpraxis für die zweite Reihe geben. Am Mittwoch (18.00 Uhr) testen die Eisernen beim Viertligisten FC Rot-Weiß Erfurt.

Die Partie im Erfurter Steigerwaldstadion findet ohne Sebastian Andersson statt. Der Angreifer wurde erneut für die schwedische Nationalelf nominiert, die in der EM-Qualifikation am 23. März (18 Uhr) in Solna auf Rumänien und am 26. März (20.45 Uhr) in Oslo auf Norwegen trifft.

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