Aufsteigerduell in der Alten Försterei: Baut Union die Heimserie aus?

Berlin - Ohne Alkohol und ohne die verletzten Suleiman Abdullahi und Joshua Mees will der 1. FC Union Berlin seine fabelhafte Heimbilanz weiter ausbauen. Die Alte Försterei verkommt immer mehr zu Festung. 12 der 16 Punkte konnten die Eisernen Zuhause holen. Zuletzt gelangen gar drei Heimsiege in Serie.

Unions Sebastian Andersson erzielt das 2:0 gegen Gladbach.
Unions Sebastian Andersson erzielt das 2:0 gegen Gladbach.  © Andreas Gora/dpa

Gelingt beim Aufsteigerduell gegen Köln Sieg Nummer vier? Die Geißböcke sind in dieser Saison bislang in der Fremde ein gern gesehener Gast, konnten auswärts erst vier Punkte holen.

Dennoch will Trainer Urs Fischer von einer Favoritenrolle nichts wissen, wohl wissend dass sich seine Mannschaft gegen Gegner, die nicht unbedingt das Spiel machen wollen, nicht so leicht tut. "Unser Ziel ist der Ligaerhalt, da bist du nie in der Situation, in eine Favoritenrolle zu kommen."

Einen Leckerbissen dürften die Zuschauer in der abermals ausverkauften Alten Försterei nicht erwarten. Köln steckt mitten im Abstiegskampf. "Wir wissen, dass Köln viele Probleme hatte und mit einem neuen Trainer sehr gefährlich ist. Die haben Qualität", sagte Kapitän Christopher Trimmel vor der Partie der dpa.

"Köln und Union sind Mannschaften, die alles geben werden. Es wird viel Kampf dabei sein und viel im läuferischen Bereich passieren."

Für einen Eisernen wird es eine ganz besondere Partie: Anthony Ujah ging von 2012 bis 2015 für die Geißböcke auf Torejagd. In 102 Spielen der 1. und 2. Bundesliga gelangendem Nigerianer 36 Treffer. "Köln ist meine zweite Heimat. Ich habe noch viele Kontakte und Freunde. Ich besitze dort ein Haus. Wenn wir zwei, drei Tage frei haben, bin ich immer dort mit meiner Familie", sagte der 29-Jährige.

So mancher FC-Anhänger nahm ihm allerdings seinen Wechsel zu Werder Bremen im Sommer 2015 übel. Zur Erinnerung: Werder hatte aus Versehen vorab Bilder des Stürmers veröffentlicht - im Bremen-Trikot. Nun soll er seiner alten Liebe wehtun.

"Ob ich jubeln würde, weiß ich nicht. Ich will aber unbedingt ein gutes Spiel machen. Gegen Köln ist es etwas Besonderes, aber das wird nichts an meinem Einsatz ändern. Ich bin bereit, egal was kommt – ob von Beginn an oder von der Bank."

Unions Rafal Gikiewicz (r.) im Zweikampf mit Schalkes Armine Harit (l.). Der Keeper kann am Sonntag wieder spielen.
Unions Rafal Gikiewicz (r.) im Zweikampf mit Schalkes Armine Harit (l.). Der Keeper kann am Sonntag wieder spielen.  © Bernd Thissen/dpa

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