Gladbach-Fan kollabiert in der Alten Försterei: Ordner sollen nur mit den Schultern gezuckt haben

Berlin - Schwere Vorwürfe stehen im Raum: Bei der überraschenden 2:-0-Klatsche für Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Union Berlin am vergangenen Samstag erlitt ein Fohlen-Fan offenbar einen Schwächeanfall. Nun stehen die Ordner in der Alten Försterei in der Kritik.

 Fans im Gästeblock zünden Rauchbomben.
Fans im Gästeblock zünden Rauchbomben.  © Andreas Gora/dpa

In der Schlussphase des Spiels wurde die Lage im Gästeblock unruhig: Einige Anhänger der Fohlen-Elf kletterten über den Zaun und standen plötzlich im Innenraum des Stadions. Schiedsrichter Felix Brych reagierte entschlossen, unterbrach die Partie. Von einem "unrühmlichen Höhepunkt" berichtet "Reviersport", doch diese Darstellung scheint einseitig, gelten die Ultras beider Vereine doch als befreundet.

Was ist vorgefallen? Wie die "Fanhilfe Mönchengladbach" auf Twitter mitteilte, erlitt ein Gladbacher offenbar einen Schwächeanfall.

Die spontane Aktion war demnach ein Versuch, die Ordner darauf aufmerksam zu machen und ihrem Ersuchen nach Hilfe zu bestärken, nachdem sie sich zuvor nicht ernst genommen gefühlt und der Ordnungsdienst nicht reagiert hatte. Es kam dabei allerdings zu einem kurzen Handgemenge.

Auf Anfrage der "Rheinischen Post" teilte ein Sprecher des Vereins mit: "Ein Fan war bewusstlos kollabiert und lag mit verdrehten Augen im Block. Einige Fans probierten den Ordnungsdienst darauf aufmerksam zu machen, dieser nahm die Zurufe nicht ernst und reagierte mit einer Mischung aus Achselzucken und Lachen."

Weiter bestätigte er den Vorfall: "Aus Angst vor der lebensbedrohlichen Situation sprang dann erst ein Vertreter in den Innenraum, um den Ernst der Lage zu verdeutlichen. Diejenigen hatten in dem Moment schlicht Angst vor nicht weniger als einem Todesfall in ihrer Mitte und wussten sich nicht anders zu helfen."

Immerhin: Der Gladbach-Fan ist mittlerweile wieder wohlauf, hieß es weiter.

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