Gentner macht die 400 voll: Wie lange bleibt er noch Union erhalten?

Berlin - Christian Gentner vom 1. FC Union Berlin denkt vor seinem 400. Spiel in der Fußball-Bundesliga noch nicht ans nächste Jubiläum.

Christian Gentner wird gegen den VfL Wolfsburg sein 400. Bundesligaspiel bestreiten.
Christian Gentner wird gegen den VfL Wolfsburg sein 400. Bundesligaspiel bestreiten.  © Soeren Stache/zb/dpa, Peter Steffen/dpa

"500 Spiele sind nicht planbar und das ist auch keine Zielsetzung. Im Fußball solltest du nicht langfristig planen", sagte Gentner vor seiner 400. Begegnung in Deutschlands höchster Liga.

Die 400 sei "im Moment nicht so sehr im Kopf. Da denkt man eher nach der Karriere noch einmal dran", sagte Gentner am Donnerstag in Köpenick.

Am Sonntag (13.30 Uhr/DAZN) empfängt der 34-Jährige mit Union den VfL Wolfsburg, mit dem er 2009 deutscher Meister geworden war.

"Ich werde kein Jubiläum feiern und ich werde jetzt noch keine Bilanz meiner Karriere ziehen", sagte Gentner: "Ich habe nicht vor, am Sonntag aufzuhören, Fußball zu spielen."

Wie lange er weitermachen werde, ließ der Routinier offen. "Union ist mein erster Ansprechpartner." Sein Vertrag läuft noch bis zum Saisonende. Auch ein Wechsel sei möglich.

Zeitlich setze er sich "kein Limit", ergänzte Genter und sagte zudem: "400 Spiele sprechen dafür, dass ich eine gewisse Konstanz in meinen Leistungen hatte und zum Glück fast immer gesund war."

Gentner hatte bereits 2007 mit dem VfB Stuttgart den Titel gewonnen. Im vergangenen Sommer war der Routinier nach der Niederlage in der Relegation von Stuttgart zu Union gewechselt. Für Wolfsburg spielte er von 2007 bis 2010. "Für mich ist es ein Spiel wie jedes andere", sagte Gentner vor dem Wiedersehen.

Hertha-Chaos durch Klinsmann bei Union kein großes Thema

Der Vertrag von Christian Gentner läuft am Saisonende aus.
Der Vertrag von Christian Gentner läuft am Saisonende aus.  © Tom Weller/dpa

Die öffentliche Schlammschlacht bei Stadtnachbar Hertha BSC ist beim Lokalrivalen Union "intern kein großes Thema", verriet der Routinier über das schon seit Wochen anhaltenden Chaos bei der Alten Dame.

"Wir wissen zu wenig, was wirklich vorgefallen ist. Es steht mir und uns nicht zu, da jemandem den schwarzen Peter zuzuschieben."

Der 34-Jährige sei froh, dass es bei Union gerade anders laufe.

"Das soll auch keine Spitze gegen Hertha sein", sagte Gentner und ergänzte: "Ich bin sehr froh, dass bei uns die Dinge intern ablaufen. Ich bin noch nie ein Freund davon gewesen, Dinge in der Öffentlichkeit auszutragen."

Am Mittwoch hatte die "Sport Bild" ein Protokoll für den früheren Hertha-Cheftrainer Jürgen Klinsmann veröffentlicht, in dem der Ex-Coach die Verantwortlichen des Clubs scharf angreift und harte Urteile über die Spieler fällt, ohne mögliche eigene Fehler einzugestehen.

Das Papier war für den Ex-Bundestrainer und einen Partner verfasst worden. "Ich habe es noch nicht geschafft, alles zu lesen", so der Ex-Stuttgarter. Auszüge waren ihm jedoch bekannt, trotzdem sagte er: "Mit dem Problemen von Hertha haben wir nichts zu tun."

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