Traumtore schocken Union: Eiserne verlieren spät bei Fortuna Düsseldorf

Düsseldorf/Berlin - Bitterer Jahresabschluss für den 1. FC Union Berlin. Der Aufsteiger hat die tolle Hinrunde durch einen späten Sonntagsschuss mit einer Niederlage bei Fortuna Düsseldorf beendet. Bei den Rheinländern kassierten die Köpenicker eine 1:2 (0:1)-Pleite.

Düsseldorfs Adam Bodzek und Robert Andrich (l) und Christian Gentner (r) von Union versuchen an den Ball zu kommen.
Düsseldorfs Adam Bodzek und Robert Andrich (l) und Christian Gentner (r) von Union versuchen an den Ball zu kommen.  © Bernd Thissen/dpa

Rouwen Hennings hatte Fortuna mit einem Traumtor in der MERKUR-Spiel-Arena in Führung gebracht (38. Minute). Michael Parensen konnte kurz nach der Pause den Ausgleich erzielen (48.), ehe Erik Thommy (90.) die Union-Pleite besiegelte.

Anders als sein Gegenüber Friedhelm Funkel, der seine Mannschaft auf fünf Positionen veränderte, verzichte Urs Fischer zum Jahresabschluss auf Rotation. Für Neven Subotic rutschte Routinier Michael Parensen in die Startelf.

Die abstiegsbedrohten Düsseldorfer versuchten von Beginn an Druck zu machen. Union überstand aber die erste Sturm- und Drangphase ohne wirklich in Bedrängnis zu kommen - und hatte selbst die erste Chance des Spiels.

Nach einem Eckball von Trimmel landete der Ball bei Bülter, der aus kürzester Distanz das Spielgerät an den Außenpfosten stocherte (7.). Auf der Gegenseite hatten die Gäste Glück, dass Kownacki eine vielversprechende Umschaltsituation leichtfertig vertändelte (12.).

Acht Minuten später stand der Pole erneut im Mittelpunkt. Ein langer Einwurf landete bei Kownacki, dessen Direktabnahme konnte aber sein Landsmann Gikiewicz entschärfen (20.).

Es blieb die erwartungsgemäß umkämpfte Partie, bei der die Gastgeber zwar die tonangebende Mannschaft war, Chancen blieben aber Mangelware. Immer wieder versuchten es die Hausherren aus der Distanz ohne dabei gefährlich zu werden.

Michael Parensen bringt Union zurück ins Spiel

Düsseldorfs Markus Suttner (r) und Christopher Trimmel von Union im Zweikampf um den Ball.
Düsseldorfs Markus Suttner (r) und Christopher Trimmel von Union im Zweikampf um den Ball.  © Bernd Thissen/dpa

Ein Traumtor von Hennings weckte die Zuschauer schließlich aus dem Tiefschlaf. Fink verlängerte einen Abschlag von Steffen genau in den Lauf des Stürmers. Vom rechten Strafraumrand jagte der Angreifer den Ball in den Winkel - 0:1 aus Sicht von Union (38.).

Bitterer Beigeschmack: Unmittelbar zuvor traf Fink Hübner beim Kopfballduell mit dem Arm im Gesicht. Doch weder Schiedsrichter Benjamin Cortus, noch der Kölner Video-Keller hatten etwas einzuwenden.

Ein Zweikampf mit Folgen: Für den Innenverteidiger ging es nach der Pause nicht mehr weiter. Für Hübner kam Mees in die Partie.

Kaum lief das Spiel wieder, da lag der Ball auch schon im Netz. Die Eisernen zeigten wieder einmal wie gefährlich sie bei Standards sind. Zimmermann konnte Friedrichs Kopfball nach einer Ecke noch vor der Line klären, Parensen stand aber goldrichtig und musste nur noch einschieben - 1:1 (48.).

Union wollte jetzt mehr und ließ die große Gelegenheit, das Spiel komplett zu drehen, liegen. Andrich und Gentner scheiterten jeweils an Steffen (61.). Die Köpenicker schafften es in der zweiten Hälfte die Hausherren vom eigenen Tor fernzuhalten und hatten ihrerseits die besseren Chancen. Erst konnte Steffen Bülters Abschluss noch über die Latte lenken, dann scheiterte Andersson am herausragenden Keeper (73.).

Düsseldorf versuchte in der Schlussphase noch einmal alles, konnte den Aufsteiger aber weiterhin nicht gefährlich werden. Es passte zum Spiel, dass ein erneutes Traumtor den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Thommy zog aus über 20 Metern einfach ab. Vom Innenpfosten klatschte der Ball über die Linie - 1:2 (90.).

Union beendet die Hinrunde damit mit 20 Punkten auf Platz elf. Die Rückrunde startet für die Eisernen mit einer Auswärtspartie bei RB Leipzig.

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