Achtung, Hertha! Union bald Berlins größter Fußball-Klub?

Berlin - Die Euphorie in Köpenick ist riesig. Erstmals spielt Union Berlin im Oberhaus. Dass die Eisernen zu ihrem ersten Bundesligaspiel ausgerechnet Brauseklub RB Leipzig empfangen, ist nur ein kleiner Stimmungskiller. Das Stadion an der Alten Försterei wird so oder so ausverkauft sein.

Unions Berlins Torsten Mattuschka im Zweikampf mit Per Kluge beim Stadtderby im Februar 2013.
Unions Berlins Torsten Mattuschka im Zweikampf mit Per Kluge beim Stadtderby im Februar 2013.  © Jan-Philipp Strobel/dpa

Der Boom um Union hält weiter an. Ein Ende ist nicht in Sicht. Mit 27.785 Mitgliedern (Stand 30. Juni 2019) ist der Aufsteiger schon jetzt der größte Fußball-Klub im Osten, löste Dynamo Dresden ab.

Zum Vergleich: Ende 2018 waren es noch 21.394 Mitglieder. Innerhalb weniger Monate sind über 6000 Menschen Teil des Klubs geworden. Hält der Zuwachs weiter an, könnten die Unioner bald Nachbar Hertha BSC als größten Verein in der Stadt ablösen. Die Alte Dame kommt momentan auf 36.050 Mitglieder (Stand Februar 2019).

Viele erhoffen sich durch die Mitgliedschaft bessere Chancen, an Karten oder gar eine Dauerkarte zu kommen. Tickets für Heimspiele in der Alten Försterei (Fassungsvermögen von 22.2012) sind nach wie vor heiß begehrt.

Während es für den Aufsteiger aus Köpenick in der Bundesliga um den Klassenerhalt geht, will Hertha BSC - auch mithilfe der Millionenspritze von Investor Lars Windhorst - langfristig wieder in Richtung der Europapokalplätze.

Spätestens Anfang November wird sich zeigen, wer sportlich die Vorherrschaft in Berlin einnehmen wird. Dann empfängt Union Hertha zum Stadtderby!

Ronny bejubelt seinen Treffer zum 2:2 beim letzten Aufeinandertreffen im Februar 2013.
Ronny bejubelt seinen Treffer zum 2:2 beim letzten Aufeinandertreffen im Februar 2013.  © Rainer Jensen /dpa

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