Blitzstart und Traumtor im Topspiel: Union überholt den HSV

Berlin - Union Berlin meldet sich eindrucksvoll im Aufstiegsrennen zurück. Im Topspiel gegen den Hamburger SV siegten die Eisernen mit 2:0 (0:0). Während der HSV auf den vierten Rang abrutschte, rückte Union wieder auf den Relegationsrang drei vor.

Robert Zulj bejubelt seinen Treffer zum 1:0.
Robert Zulj bejubelt seinen Treffer zum 1:0.  © DPA

Robert Zulj hatte Union mit seinem Blitztor nach dem Seitenwechsel auf die Siegerstraße gebracht (46. Minute). Grischa Prömel sorgte per Traumtor für den 2:0-Endstand (84.).

Urs Fischer tauschte nach dem enttäuschendem 1:1 bei Greuther Fürth auf vier Positionen. Michael Parensen ersetzte den verletzten Florian Hübner. Felix Kroos, Joshua Mees und Sebastian Polter saßen zunächst auf der Bank. Nicolai Rapp fehlte ohnehin rot gesperrt.

Dafür durften Julian Ryerson, Sebastian Andersson und Suleiman Abdullahi von Beginn an ran.

Die 22.012 Zuschauer in der ausverkauften Alten Försterei sahen von Beginn an eine couragierte Leistung der Gastgeber. Es dauerte nicht einmal eine Minute ehe Union zur ersten Torchance kam.

Suleiman Abdullahi bediente Sebastian Andersson am Fünfmeterraum, doch der Schwede rutschte weg, sodass der Ball ein gutes Stück am Tor vorbei ging.

Die Hausherren machten in den ersten Minuten ordentlich Betrieb, große Torchancen konnten sie sich aber zunächst nicht mehr erspielen. Von den Hamburgern war bis dato noch gar nichts zu sehen und doch hatten die Gäste durch Hunt die Führung auf dem Fuß. Jatta behielt die Übersicht und bediente den sträflich allein gelassenen Ex-Nationalspieler. Allein vor Gikiewicz verzog Hunt aber komplett (18.).

Es bleib bei der intensiven Partie, in der Unions Schlussmann die nächste Großchance des HSV vereitelte. Jatta scheiterte aus aussichtsreicher Position am Kopf von Giekiewicz (31.). Auf der Gegenseite verpassten es die Eisernen eine Konterchance richtig auszuspielen.

Aaron Hunt und Manuel Schmiedebach im Kampf um den Ball.
Aaron Hunt und Manuel Schmiedebach im Kampf um den Ball.  © DPA

Die Berliner taten sich gegen die Defensive der Gäste schwer, sodass es ohne Tore in die Pause ging. Ausgerechnet ein Hamburger sorgte nach dem Seitenwechsel für einen Blitzstart der Unioner.

Jung ließ sich am Strafraum von Abdullahi den Ball abjagen, der legte noch einmal quer zu Zulj. Mit einem Flachschuss sorgte der Österreicher für die Führung - 1:0! (46.)

Der Treffer gab den Köpenickern nun Aufwind. Nach einer Kopfballablage von Andersson verpasste Parensen das 2:0 nur um Zentimeter. Das war knapp!

Die Gäste mussten nun mehr tun, was den Berlinern Platz zum Kontern bot. Erst verpasste Andersson eine scharfe Hereingabe von Abdullahi, dann scheiterte der Nigerianer an Pollersbeck (72.). Wenig später war der Arbeitstag für den auffälligen Abdullahi beendet. Unions Nummer 20 wurde durch Polter ersetzt.

Bei den Hamburgern lagen die Nerven langsam blank. Santos hatte Glück, dass er trotz Nachtretens gegen den eingewechselten Kroos nur die gelbe Karte sah. Ein Traumtor von Grischa Prömel sorgte dann für die Entscheidung. Der Mittelfeldspieler zog aus rund 20 Metern ab. Der Ball klatschte noch an den Innenpfsten und von dort ins Tor zum 2:0 (84.). Was für ein Treffer!

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