"HSV hat den größeren Druck": Union will raus aus der Krise

Berlin - Nur drei Punkte aus den letzten fünf Spielen. Ausgerechnet im Schlussspurt steckt Union Berlin in der Krise. Nach dem 1:1 bei Greuter Fürth sind die Eisernen auf den vierten Platz abgerutscht. Zuvor standen sie seit dem 21. Spieltag mindestens auf dem Relegationsrang drei.

Sebastian Polter im Kopfballduell mit Leo Lacroix.
Sebastian Polter im Kopfballduell mit Leo Lacroix.  © DPA

Zudem sitzt auch Heidenheim mit nur einem Punkt Rückstand den Köpenickern im Nacken. Das gute aber: Mit einem Sieg gegen den Hamburger SV sieht die Lage wieder anders aus. Es winkt der zweite Platz.

"Wir wissen genau, worum es geht", sagte Union-Trainer Urs Fischer. Seine Mannschaft will die drei Punkte gegen den HSV und damit das Aufstiegsrennen neu anheizen.

"Ich glaube schon, dass es ein wegweisendes Spiel ist. Es hat einen vorentscheidenden Charakter", betonte Fischer. Im Training wurde in dieser Woche vor allem auf Freude und Spaß gesetzt. Das Ziel: Die Profis sollen vor dem Top-Spiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky)) gegen den Tabellenzweiten die Negativserie von fünf Begegnungen ohne Sieg aus den Köpfen bekommen.

Der Rückfall auf den vierten Platz soll schnell wieder korrigiert werden. Aufgrund des besseren Torverhältnisses würden die Berliner mit einem Sieg sogar am HSV vorbeiziehen und mindestens auf Rang drei vorrücken. Mut macht: Die Hanseaten sind derzeit ebenfalls in keiner guten Verfassung, holten in den letzten fünf Spielen wie Union nur drei Punkte.

Union bejubelt den späten Ausgleichstreffer.
Union bejubelt den späten Ausgleichstreffer.  © DPA

"Klar haben wir in den letzten fünf Spielen keinen Sieg geholt. Wir dürfen uns jetzt aber auch nicht alles kaputtreden", sagte Innenverteidiger Marvin Friedrich. "Wir spielen eine sehr gute Saison. Ich denke, dass der HSV den größeren Druck hat."

Im Hinspiel (2:2) hatte Union den HSV schon am Rand einer Niederlage, auch wenn Angreifer Suleiman Abdullahi erst kurz vor Schluss der Ausgleich gelang. Doch das war im November. Jetzt steht das Saisonende kurz bevor. "Wir haben 50 Prozent mehr Druck. Alle Zuschauer kommen und wissen, wir müssen gewinnen", erklärte der ehrgeizige Torwart Rafal Gikiewicz. Die Partie im Stadion An der Alten Försterei ist seit Wochen ausverkauft.

Der 31 Jahre alte Pole Gikiewicz war schon die gesamte Saison offensiv mit dem Thema Aufstieg umgegangen. Jetzt heizt er Endspiel-Stimmung an. "Gegen Hamburg ist es ein Finale für uns. Wir haben einen großen Traum. Wir haben noch vier Mal 90 Minuten und können mit Union erstmals in die 1. Liga gehen", sagte der Keeper.

Union hat allerdings Abwehr-Probleme. Noch wird einen Nebenmann für Friedrich gesucht. Stammspieler Florian Hübner muss aufgrund einer Beinverletzung passen. Sein Vertreter Nicolai Rapp sah in Fürth Rot und wurde für zwei Spiele gesperrt. Michael Parensen (sieben Saisonspiele) und Marc Torrejon (keins) mangelt es an Spielpraxis.

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