Nächster Dämpfer statt Platz zwei: Union patzt auch gegen Regensburg

Berlin - Geht Union Berlin im Endspurt um den Aufstieg die Puste aus? Gegen Jahn Regensburg kamen die Eisernen nicht über ein 2:2 hinaus. Damit hat Union den Sprung auf den 2. Platz verpasst und wartet nun seit vier Spielen auf einen Sieg.

Ein nachdenlicher Felix Kroos.
Ein nachdenlicher Felix Kroos.  © DPA

Sebatian Andersson hatte die Gastgeber vor rund 20.000 Zuschauern in der Alten Försterei früh in Führung gebracht (12. Minute), ehe Sargis Adamyan per Handelfmeter ausgleichen konnte (16.).

Hamid Al Ghaddioui drehte die Parte komplett (58.). Der eingewechselte Sebastian Polter sorgte für den Endstand (82).

Union-.Coach Urs Fischer wollte die "Ladehemmung" beheben und nahm im Vergleich zum torlosen Remis bei Dynamo Dresden nur zwei Veränderungen vor. Marcel Hartel und Suleiman Abdullahi verdrängten Joshua Mees und Akaki Gogia auf die Bank.

Auf neuem Rasen erwischten die Gäste aus Regensburg den besseren Start. Gikiewicz musste nach einer Flanke auf den freien Adamyan nach sieben Minuten eingreifen. Al Ghaddioui setzte noch einmal nach, sein Schuss ging aber deutlich über das Tor.

Union hatte so seine Probleme, doch der erste gute Spielzug führte prompt zum Erfolg. Trimmel fand mit einer Seitenverlagerung Reichel. Der brachte den Ball flach und scharf vor das Tor, wo Andersson mit einer Grätsche für den Rest sorgte - 1:0 (12.).

Die Freude über den Treffer hielt allerdings nicht lange. Hübner warf sich im Strafraum in den Schuss von Adamyan. Aus kürzester Distanz bekam der Union-Verteidiger den Ball an die Hand. Trotz heftiger Proteste blieb Schiedsrichter Harm Osmers bei seiner Entscheidung - Elfmeter für Regensburg. Adamyan blieb vom Punkt cool und traf zum 1:1 (16.).

Sebastian Andersson bejubelt seinen Führungstreffer.
Sebastian Andersson bejubelt seinen Führungstreffer.  © DPA

Der Jahn war in der Folge auch die gefährlichere Mannschaft. Die Köpenicker versuchten zwar die Spielkontrolle zu übernehmen, konnten sich aber keine Chancen erspielen, auch weil die Gäste das sonst so spielstarke Mittelfeld um Kroos, Prömel und Co. aus dem Spiel nahmen.

Kurz vor der Pause musste Gikiewicz noch einmal eingreifen. Einen Distanzschuss von Saller klärte der Keeper zur Ecke.

Der Aufstiegsaspirant kam mit Druck aus der Kabine. Der Kopfball von Kroos stellte aber Weis vor keine Probleme. Auf der Gegenseite hatten die Gäste plötzlich die große Chance auf den Führungstreffer. Durch einen Fehler im Spielaufbau war Al Ghaddioui durch. Gikiewicz klärte in höchster Not.

Nur wenig später war aber auch Union-Keeper machtlos. Abdullahi verlor im Mittelfeld den Ball. Al Ghaddioui setzte sich im Eins gegen Eins gegen Hübner durch. Durch die Beine von Gikiewicz fand der Ball den Weg ins Tor (58.).

Der Gastgeber hatte an dem Gegentreffer zu knabbern, versuchte aber schnell eine Antwort zu geben. Wieder war es Reichel, der mit einer scharfen Hereingabe Andersson fand. Diesmal ging der Ball aber knapp neben das Tor (67.). Auch Abdullahi scheiterte am Gäste-Torwart (69.).

Die Berliner schafften es jetzt wieder mehr Druck auszuüben und warfen alles nach vorne. Einen Distanzschuss von Prömmel ließ Weiß nur abklatschen, der eingewechselte Mees schaffte es nicht den Ball den Abpraller über die Line zu bringen, stand aber ohnehin im Abseits (75.).

Nur sieben Minuten später sorgte der Joker Polter dann für den verdienten Ausgleich. Nach einem Eckball von Trimmel setzte sich der bullige Stürmer im Fünfmeterraum durch und köpfte den Ball in die Maschen - 2:2 (82.). Die Berliner wollten nun mehr, doch Weiß hielt mit einer starken Parade gegen Mees das Unentschieden fest (88.).

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