Unions Negativlauf geht weiter: "Du musst auch mal einen reinhauen"

Wolfsburg/Berlin - Die Chancen waren da und doch steht Union Berlin erneut mit leeren Händen da. Für den Aufsteiger ist das 0:1 beim VfL Wolfsburg bereits die vierte Niederlage in Folge. Während die noch ungeschlagenen Wölfe auf den zweiten Platz springen, bleiben die Eisernen mit vier Punkten aus sieben Spielen auf Relegationsrang 16.

Urs Fischer konnte seiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. (Bildmontage)
Urs Fischer konnte seiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. (Bildmontage)  © Peter Steffen/dpa

"Die Mannschaft hat es toll gemacht. Aber am Schluss fehlt das Resultat", stellte Union-Trainer Urs Fischer bei Sky fest. Eine Sache hatte er aber dennoch zu bemängeln: die Chancenauswertung. "Du musst auch mal einen reinhauen. Wir hatten heute genügend Möglichkeiten. Das ist schade."

Beinah wären die Eisernen für ihren mutigen Auftritt doch noch belohnt worden. Mit der letzten Aktion verfehlte Robert Andrich mit seinem Distanzschuss in der 5. Minute der Nachspielzeit das Tor nur um Zentimeter. So aber hieß der Matchwinner Wout Weghorst.

Nach einem feinen Zuspiel des eingewechselten Brekalo konnte Wolfsburgs Sturmtank Gikiewicz überwinden - schon sein vierter Saisontreffer (69. Minute).

Schon zu Beginn der zweiten Hälfte stand der 1,97 Meter große Angreifer im Mittelpunkt (53.). Friedrich hatte im Strafraum gegen den Holländer geklammert. Schiedsrichter Bastian Dankert zeigte auf den Punkt, revidierte seine Entscheidung aber nach Sichtung der Bilder wieder. Der Stürmer hatte unmittelbar zuvor den Ball an den Arm bekommen.

Union Berlin kassiert "unnötige Niederlage" gegen VfL Wolfsburg

Wolfsburgs Torschütze Wout Weghorst (l.) und Keven Schlotterbeck kämpfen um den Ball.
Wolfsburgs Torschütze Wout Weghorst (l.) und Keven Schlotterbeck kämpfen um den Ball.

Die Köpenicker zahlen erneut Lehrgeld. Mit insgesamt 14 Torschüssen hatte der Aufsteiger vor den Gastgebern knapp die Nase vorn (13 Torschüsse), die besseren Chancen hatten aber die Wölfe.

Allein in der ersten Hälfte ließen sie dreimal die Führung liegen (Weghorst/William/Joao Victor). Die wohl größte hatte der Brasilianer Joao Victor, als er einen Querschläger von Schlotterbeck nicht nutzen konnte. Sein Flugkopfball-Aufsetzer ging nur knapp über das Tor (43.).

Dennoch kassierte Union eine "unnötige" Niederlage, wie Fischer bemerkte. Der Schweizer vermisste die letzte Konsequenz. "Du musst zumindest ein Tor schießen, eines bekommst du meistens."

Unterstützt von rund 6000 Gästefans kam seine Mannschaft immer besser ins Spiel. Wirklich gefährlich konnte Union im ersten Durchgang aber nicht werden. Das änderte sich in der 2. Halbzeit. Doch weder Bülter (71./80.) noch Andrich (82./90.+5) konnten Wolfsburgs Schlussmann Pervan an diesem Nachmittag bezwingen.

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