Nach einem halben Jahr: Verlässt Rapp Union schon wieder?

Berlin - Im Winter wechselte Nicolai Rapp von FC Erzgebirge Aue zu Union Berlin. Die Bilanz ist bislang allerdings bescheiden. Der 22-Jährige kam in Köpenick zu gerade mal drei Spielen.

Nicolai Rapp verlässt nach seiner Roten Karte gegen Fürth den Platz.
Nicolai Rapp verlässt nach seiner Roten Karte gegen Fürth den Platz.  © Daniel Karmann/dpa

An den Stammverteidigern Marvin Friedrich und Florian Hübner war einfach kein Vorbeikommen. Als Hübner verletzt ausfiel, konnte das Abwehr-Talent seine Chance nicht nutzen.

Ausgerechnet gegen Ex-Club Greuther Fürth flog Rapp mit glatt Rot vom Platz. Kurios: Als er in der Hinrunde mit Aue bei den Franken zu Gast war, verletzte er sich. "So ist Fußball, das gehört dazu, da muss man weitermachen", erklärte der Verteidiger im Trainingslager.

Auch bei der Relegation blieb Rapp nur die Rolle des Zuschauers. An einen Vereinswechsel denkt der ehemalige Aue-Profi allerdings nicht. Er will sich bei den Eisernen durchsetzten.

"Für mich heißt es, Vollgas geben", sagte der 22-Jährige. "Mit einem Wechsel beschäftige ich mich aktuell nicht. Ich fokussiere mich aufs Training und die Spiele. Das andere steht für mich nicht zur Debatte."

Die Konkurrenz ist allerdings nicht weniger geworden. Mit dem ehemaligen Dortmund-Star Neven Subotic, Freiburgs Keven Schlotterbeck und Augsburg-Rückkehrer Marvin Friedrich konnte der Aufsteiger drei Abwehrspieler verpflichten. Hinzu kommen noch der in der Aufstiegssaison gesetzte Florian Hübner und Routinier Michael Parensen.

Bereits als Hoffenheim-Profi stand der gebürtige Heidelberger im Bundesliga-Kader, auf sein Debüt im Oberhaus muss er allerdings weiter warten. "Jetzt bin ich wieder in der 1. Liga - diesmal will ich mich der Herausforderung stellen. Ich habe Erfahrung im Profigeschäft gesammelt und glaube, dass ich mich dieses Jahr hier durchsetzen kann."

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