Schießt Unions Malli seinen Ex-Klub ab? Keine Panik wegen Coronavirus

Berlin - Zur etwas ungewöhnlichen Anstoßzeit (13.30 Uhr) kann der 1. FC Union Berlin am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg den nächsten großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Einen besseren Gegner hätte es für Christian Gentner kaum geben können.

Unions Yunus Malli (l) spielt den Ball vor Nadiem Amiri von Bayer Leverkusen.
Unions Yunus Malli (l) spielt den Ball vor Nadiem Amiri von Bayer Leverkusen.  © Andreas Gora/dpa

Der 34-Jährige, der im Sommer vom VfB Stuttgart zum Aufsteiger wechselte, feiert gegen seinen Ex-Klub sein 400. Bundesligaspiel. Von 2007 bis 2010 spielte der Routinier für die Niedersachsen, holte mit ihnen 2009 die Meisterschaft.

Dennoch ist die 400 noch nicht so sehr im Kopf. "Ich werde kein Jubiläum feiern und ich werde jetzt noch keine Bilanz meiner Karriere ziehen", sagte Gentner: "Ich habe nicht vor, am Sonntag aufzuhören, Fußball zu spielen."

Nicht der einzige Union-Profi mit Wolfsburg-Vergangenheit. In der Winterpause liehen die Eisernen Yunus Malli von den Wölfen aus. Der 28-Jährige kommt immer besser in Tritt. In den letzten vier Spielen stand der ehemalige Mainzer jeweils in der Startelf.

"Natürlich bekommen von ihm den ein anderen Tipp. Ob es uns hilft, werden wir sehen", sagte Urs Fischer auf der Pressekonferenz. "Wir wissen, was uns erwartet. Es ist eine spielerisch starke Mannschaft, die immer wieder versucht hoch anzulaufen, Druck erzeugt und sehr gute Umschaltspieler hat."

Wie schon beim 2:1 in Frankfurt bekommen es die Köpenicker erneut mit einem Europapokalteilnehmer zu tun. Dass seine Mannschaft mehr Zeit zum Regenerieren hatte, sieht der Schweizer nicht als Vorteil an. "Wir gehen die Aufgabe mit dem nötigen Ernst und Fokus an. Wir müssen über 90 Minuten wieder eine gute Leistung aufs Feld bringen und von der ersten Sekunde bereit sein."

Der Coronavirus wird am Sonntag keine Rolle spielen. "Es ist nicht so, dass wir hier Mundschutz verteilen würden oder Ähnliches", sagte Clubsprecher Christian Arbeit am Freitag in Berlin. Es sei wichtig, die Krankheit richtig einzuordnen und nicht in Panik zu verfallen.

Andere Infektionskrankheiten beträfen wesentlich mehr Menschen. Wie in anderen Fällen gelte es, sich an die "Husten- und Niesen-Etikette" zu halten: "Nicht viel ins Gesicht fassen, Einweg-Taschentücher benutzen, in die Armbeuge husten oder niesen."

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