Andrich erlöst Union! Eiserne quälen sich ins DFB-Pokal-Viertelfinale

Berlin - Geschafft! Der 1. FC Union Berlin steht erstmals seit 19 Jahren wieder im Viertelfinale des DFB-Pokals. Gegen den SC Verl siegten die Eisernen in der mit 5000 Zuschauern ausverkauften Sportclub-Arena durch ein Traumtor von Robert Andrich mit 1:0 (0:0), taten sich beim Regionalligisten aber lange Zeit schwer.

Verls Patrick Choroba (l.) im Kampf um den Ball mit Marcus Ingvartsen (r.) aus Berlin.
Verls Patrick Choroba (l.) im Kampf um den Ball mit Marcus Ingvartsen (r.) aus Berlin.  © Friso Gentsch/dpa

Vier Tage nach dem 0:5 bei Borussia Dortmund verzichtete Urs Fischer auf große Rotation und tauschte seine Startelf auf drei Positionen aus. Anthony Ujah, Marcus Ingvartsen und Routinier Michael Parensen rutschten für Winter-Neuzugang Yunus Malli, Marius Bülter und Neven Subotic (alle Bank) in die Anfangsformation.

Die Favoritenrolle war schon im Vorfeld klar verteilt. Von einem Klassenunterschied war in der ersten Hälfte allerdings nichts zu sehen.

Stattdessen gehörte dem Außenseiter die erste gute Gelegenheit, Janjic prüfte Gikiewicz aus etwas zwölf Metern. Kein Problem für den Polen (15.).

Nach 20 Minuten meldeten sich auch die 1520 mitgereisten Union-Fans mit lautstarken Eisern-Rufen zu Wort. Von ihrer Mannschaft war bis dato aber noch nicht viel zu sehen.

Ein Platzfehler verhinderte dann die mögliche Führung. Der Ball sprang noch einmal auf, sodass Andersson die Kugel klar über das Tor jagte (25.).

Der Platz machte dem Bundesligisten sichtlich zu schaffen. Fast schon bezeichnend, als Schlotterbeck auf Höhe der Mittellinie einen Rückpass zu Gikiewicz spielen wollte, dadurch aber eine Ecke für Verl verursachte.

1. FC Union Berlin dank Robert Andrich im Viertelfinale des DFB-Pokals

Union-Torschütze Robert Andrich (m) feiert seinen Treffer zum 0:1.
Union-Torschütze Robert Andrich (m) feiert seinen Treffer zum 0:1.  © Friso Gentsch/dpa

Kurz vor der Pause kam dann auch Union noch einmal gefährlich vor das Tor. Gentner versuchte es aus der Distanz. Da fehlte nicht viel (42.).

Nach dem Seitenwechsel stand der ehemalige Stuttgarter erneut im Mittelpunkt. Erst ging seine Direktabnahme knapp drüber (47.), dann war Keeper Brüseke zur Stelle (58.).

Die Köpenicker erhöhten nun die Schlagzahl. Vor allem der eingewechselte Marius Bülter brachte neuen Schwung und prüfte Verls Schlussmann Brüseke direkt mit einem sehenswerten Distanzschuss (64.).

Die Eisernen hatten zwar klar mehr vom Spiel, doch große Chancen konnten sie sich gegen Regionalligisten nicht erspielen. Die Ostwestfalen schafften es auch im zweiten Durchgang hier und da Nadelstiche zu setzen.

Auf der Gegenseite vergab Ingvartsen zehn Minuten vor dem Ende die bislang größte Chance. Nach einem klasse Zuspiel war der Däne schon an Brüseke vorbei, der Winkel aber zu spitz, sodass sein Schuss nur ans Außennetz ging.

Als sich die 5.000 Zuschauer schon auf eine Verlängerung eingestellt hatten, schlugen die Berliner dann doch noch zu. Andrich eroberte kurz vor dem Strafraum den Ball und jagte ihn aus halbrechter Position an die Unterkante der Latte und ins Tor - 1:0 (85.). Was für ein Tor! Diesen Vorsprung brachte Union anschließend über die Zeit.

Für die Eisernen geht es erstmal nicht nach Berlin, sondern direkt nach Bremen. Dort müssen sie am Samstag zum Abstiegsgipfel bei Werder ran (15.30 Uhr).

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