Union fliegt ins Trainingslager: Das muss in der Rückrunde besser werden

Berlin - Was für ein Jahr für den 1. FC Union Berlin: Relegation, Aufstieg, Dortmund geschlagen, Stadtmeister - der Aufsteiger ist in seiner Premierensaison in der Bundesliga angekommen. Mit 20 Punkten und einen Zähler mehr als Hertha BSC, haben die Eisernen bislang mit dem Abstiegskampf nicht zu tun.

Die Teamkollegen von Sebastian Polter (l) laufen sich warm.
Die Teamkollegen von Sebastian Polter (l) laufen sich warm.  © Andreas Gora/dpa

Schaffen die Köpenicker exakt jene Punkte-Ausbeute auch in der Rückrunde, ist die magische 40-Punkte-Marke erreicht und der Klassenerhalt gesichert. Besonders ärgerlich: zum Ende der Hinrunde war noch mehr drin gewesen. Gegen Paderborn (1:1), Hoffenheim (0:2) und Fortuna Düsseldorf (1:2) gab es nur einen Zähler.

"20 Punkte hätten wir vorher blind genommen. Das Problem ist, wer alles hinter einem liegt. Die haben vom Potenzial andere Möglichkeiten", sagte Profifußball-Geschäftsführer Oliver Ruhnert nach der Last-Minute-Niederlage in Düsseldorf. Trotz mehr als ordentlicher Hinrunde ändert sich das Ziel Klassenerhalt nicht.

Am Donnerstag hat der Aufsteiger das Training wieder aufgenommen, am heutigen Samstag geht es ins Trainingslager nach Spanien. In der Nähe von Alicante bereiten sich die Köpenicker bis zum 12. Januar auf die Rückrunde vor. Damit auch 2020 weiterhin so erfolgreich bleibt, müssen ein paar Punkte verbessert werden.

Union zeigte bis auf das Leipzig-Spiel (0:4) am ersten Spieltag, dass man mindestens auf Augenhöhe agiert. Trainer Urs Fischer kann sich dabei auf seine sichere Defensive und Torjäger Sebastian Andersson (schon acht Saisontore) verlassen. Das ist nicht immer schön, aber erfolgreich. Das Problem: Der Bundesliga-Neuling schafft es oft nich über komplette 90 Minuten Konstanz ins Spiel reinzubringen.

Union Berlin tut sich auswärts noch schwer

Urs Fischer beobachtet seine Mannschaft beim Trainingsauftakt.
Urs Fischer beobachtet seine Mannschaft beim Trainingsauftakt.  © Andreas Gora/dpa

Das wurde vor allem in der englischen Woche deutlich. Gegen Paderborn und Hoffenheim waren die Eisernen vor der Pause besser, in Düsseldorf nach dem Seitenwechsel. Zudem ließen die Köpenicker ausgerechnet gegen direkte Konkurrenten wichtige Punkte liegen. Während sie bei der Fortuna nach einem Last-Minute-Treffer mit leeren Händen dastanden, reichte es bei Paderborn nur zu einem 1:1.

Gegen Köln (2:0) konnte sich Union immerhin auf seine Heimstärke verlassen. 15 der 20 Punkte holten die Mannschaft von Urs Fischer in der Alten Försterei. In der Fremde tut sich der Aufsteiger allerdings noch schwer. Die stets reisefreudigen Union-Anhänger konnten erst einen einzigen Auswärtssieg (3:2 in Mainz) bejubeln.

"Wir wollen in den ersten Spielen der Rückrunde mehr Punkte holen als in der Hinrunde. Bis zum siebten Spieltag hatten wir vier Punkte. Wir müssen versuchen, einen besseren Start in 2020 hinzubekommen", sagte Ruhnert.

Dafür müssen die Köpenicker aber die Auswärtsschwäche ablegen. Der Spielplan meint es auch nicht gerade gut mit dem Aufsteiger. Drei der ersten vier Spiele sind in der Fremde (Leipzig, Dortmund und Bremen).

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