XXL-Kader bei Union Berlin: Wer muss die Eisernen verlassen?

Berlin - Für die Premierensaison in der Bundesliga rüstet Union Berlin ordentlich auf. 12 Neuzugänge haben die Eisernen verpflichten können. Vor allem durch die Verpflichtung von Ex-Dortmund-Star Neven Subotic und Routinier Christian Gentner haben die Köpenicker ordentlich Qualität hinzubekommen.

Die Unioner posieren für das Mannschaftsfoto.
Die Unioner posieren für das Mannschaftsfoto.

35 Spieler gehören derzeit zum Profikader. Klar ist: Bis zum Transferschluss am 2. September wird in Sachen Abgänge noch einiges passieren.

"Wenn ein Spieler der Meinung ist, dass es bessere Möglichkeiten für ihn gibt, muss man darüber sprechen. Ziel ist es, dass wir am Ende einen Kader haben, der eine Größe von 27, 28 Spielern umfasst", sagte Profifußball-Geschäftsführer Oliver Ruhnert am Rande des Trainingslagers der DPA.

"Wenn wir darauf kommen, ist es gut. Wenn nicht, werden wir auch damit leben."

Die Frage ist nur: Welcher Aufstiegsheld könnte die Eisernen noch verlassen? TAG24 macht den Kader-Check.

Abwehr

Vor allem in der Abwehr tobt der Konkurrenzkampf. Mit den Neuzugängen Subotic und Schlotterbeck, sowie Rückkehrer Friedrich, den Aufstiegshelden Hübner, Rapp, Parensen und Maloney stehen derzeit sieben Innenverteidiger im Kader.

Der 19-Jährige Maloney hatte erst im April seinen Vertrag verlängert, kam aber in abgelaufenen Saison auf keinen einzigen Einsatz. Für den Nachwuchsspieler wird ein Leih-Club gesucht.

Marcel Hartel (l.), Akaki Gogia (m.) und Robert Zulj (r.) feiern den Aufstieg.
Marcel Hartel (l.), Akaki Gogia (m.) und Robert Zulj (r.) feiern den Aufstieg.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Winter-Neuzugang Nicolai Rapp hatte sich sein erstes halbes Jahr in Berlin sicher anders vorgestellt. Der 22-Jährige kam in Köpenick zu gerade mal drei Spielen. Ein Wechsel kommt für den ehemaligen Aue-Profi aber nicht in Frage. Er will sich durchsetzen. "Für mich heißt es, Vollgas geben", sagte Rapp zuletzt dem Kicker.

Mittelfeld

Der langjährige VfB-Profi Christian Gentner ist zwar schon 34 Jahre alt, besitzt aber mit 377 Bundesligaspielen wichtige Erfahrung. Angesichts von Prömel, Andrich, Kroos, Schmiedebach und Co. dürfte es für den 19-jährigen Nachwuchsspieler Maurice Opfermann Arcones und den Leih-Rückkehrern Cihan Kahraman und Lars Dietz schwer werden, in der Bundesliga ihre Einsätze zu bekommen.

Auf dem Flügel könnte es wiederum für Akaki Gogia und dem schnellen Marcel Hartel eng werden. Mit Sheraldo Becker, Florian Lecker, Marius Bülter und der gezogenen Kaufoption von Aufstiegsheld Suleiman Abdullahi haben die Eisernen gleich vier Außenspieler verpflichten können. Auch Ex-Herthaner Julius Kade kann auf dem Flügel spielen.

An dem ehemaligen Kölner Hartel sollen gleich mehrere Zweitligisten Interesse haben, wie die B.Z berichtet soll der 1. FC Heidenheim seine Fühler bereits ausgestreckt haben. Dort könnte er dann ausgerechnet Union-Neuzugang Robert Andrich ersetzen.

Sturm

Mit Sebastian Polter, Anthony Ujah, Marcus Ingvartsen und Sebastian Andersson besitzt Urs Fischer vier ähnliche Stürmertypen. Spielen wird aber wahrscheinlich meist nur einer des Quartetts. In der Aufstiegssaison vertraute der Schweizer Coach meist auf ein 4-2-3-1-System mit einer zentralen Spitze. Auch beim jüngsten Testspiel gegen Blau Weiß Linz (3:0) ließ Fischer mit der bewährten Taktik spielen.

Dass aber nun Polter oder Andersson angesichts der beiden Neuzugänge um Ujah und Ingvartsen den Verein verlassen, ist unwahrscheinlich. Sie werden um einen Stammplatz kämpfen.

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