Merkel und Steinmeier da: Politiker erinnern an Weimarer Verfassung

Weimar - An die erste demokratische Verfassung Deutschlands erinnern am Mittwoch im thüringischen Weimar Spitzenpolitiker der Bundesrepublik.

Angela Merkel wird zum Festakt in Weimar sein.
Angela Merkel wird zum Festakt in Weimar sein.  © DPA

In Weimar tagte vor 100 Jahren die Nationalversammlung. Bei dem Festakt mit hunderten Gästen um 15.15 Uhr sind Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und Bundesratspräsident Daniel Günther (alle CDU) sowie der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, dabei. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) hält eine Rede.

Die Gäste treffen sich auf Einladung der Thüringer Landesregierung unter strengen Sicherheitsvorkehrungen am exakt gleichen Ort, an dem vor 100 Jahren die Nationalversammlung tagte: im Deutschen Nationaltheater Weimar (DNT).

Vor dem Festakt ist unter anderem ein ökumenischer Gottesdienst (12.30 Uhr) geplant. Auch ein Bürgerfest mit Nachfahren einiger Parlamentarier der Weimarer Republik soll es geben. Der Festakt ist eingebettet in die "Woche der Demokratie" des DNT.

Das Festival beschäftigt sich bis zum 10. Februar in Vorstellungen, Symposien, Konzerten und mehr auch mit dem heutigen Demokratieverständnis. Das MDR überträgt die komplette Veranstaltung live, die ARD nur den Festakt.

Die mehr als 400 Abgeordneten der Nationalversammlung erarbeiteten in Weimar in weniger als sechs Monaten die Verfassung der Weimarer Republik. Sie wurde am 31. Juli 1919 beschlossen und schrieb unter anderem erstmals das Frauenwahlrecht fest.

Völlig neu war auch die in der Verfassung verankerte betriebliche Mitbestimmung, was den Grundstein für die Gründung von Betriebsräten und die bis in die Gegenwart geltende Tarifautonomie legte. Die Weimarer Verfassung besiegelte auch die Trennung von Kirche und Staat bei gleichzeitig geltender Religionsfreiheit.

Auf dem Theaterplatz in Weimar herrschen höchste Sicherheitsvorkehrungen.
Auf dem Theaterplatz in Weimar herrschen höchste Sicherheitsvorkehrungen.  © DPA

Titelfoto: DPA

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