1000 Euro Belohnung! Falsche Amok-Drohung bleibt nicht ohne Folgen

Mit diesem Aushang sucht die Polizei nach dem Täter.
Mit diesem Aushang sucht die Polizei nach dem Täter.  © Polizei Hameln

Hameln - Am 10. Februar hielt eine anonyme Amok-Drohung an der Eugen-Reintjes-Schule die Polizei Hameln in Atem (TAG24 berichtete). Nach stundenlangen Durchsuchungen wurden die Ermittler allerdings nicht fündig. Die Drohung stellte sich als Scherz heraus.

Zuvor wurde die komplette Schule geräumt und der Unterricht für den Tag abgesagt. Auch Spürhunde waren auf der Suche nach Sprengstoff oder Ähnlichem.

Auch wenn sich nach einer Durchsuchung der Schulräume und im Nachhinein durch weitere Ermittlungen keine Hinweise auf eine reale Gefahrenlage ergeben hatten, wurde der Schulbetrieb erheblich gestört und die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte massiv in Angst und Schrecken versetzt.

Rein juristisch ist der Straftatbestand "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten" erfüllt; die Strafandrohung ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe aufgeführt.

Als weiterer Schritt in diesem Ermittlungsablauf hat man sich in Abstimmung mit der Schulleitung zu einem Plakataushang im Schulgebäude entschlossen. Zusätzlich setzt die Schulleitung eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung des Täters führen.

Diese Maßnahme scheint erfolgversprechend zu sein; nicht nur, um in diesem Fall die Täterermittlung voranzutreiben, sondern auch um in Zukunft potenziellen Nachahmern aufzuzeigen, dass solche Handlungen kein "Dummer-Jungen-Streich" sind und ernsthafte strafrechtliche als auch zivilrechtliche Folgen haben werden.

Hinweise, auf Wunsch auch vertraulich, werden von der Polizei Hameln unter 05151/933222 entgegen genommen.

Titelfoto: Polizei Hamlen, dpa


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