12.000 Euro erschwindelt: Haftstrafe für Ebay-Betrüger

Die verkauften Smartphones kamen nie bei den Käufern an. (Symbolbild)
Die verkauften Smartphones kamen nie bei den Käufern an. (Symbolbild)  © dpa/123RF

Gütersloh - Wegen vier gewerbsmäßigen Betrugsfällen hat das Schöffengericht in Gütersloh einen 33-Jährigen aus Beckum zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Ein Mitangeklagter wurde hingegen freigesprochen.

Der Mann hatte dem Mitangeklagten aus Herzebrock-Clarholz empfohlen, über dessen Ebay-Account Handys zu verkaufen, die er zum Schnäppchenpreis von einem Großhändler bekommen könnte. Dieser sollte nach Angaben des Beckumers die Waren dann an den Käufer senden. Den erzielten Gewinn wollten sie sich dann teilen.

"Er hat mich gut bequatscht", erklärte sich der Herzebrocker gegenüber dem Gericht, der die Idee für ein "richtiges Geschäft" hielt.

Nachdem sich die ersten Kunden beschwerten, da sie keine Ware erhielten, habe der 33-Jährige den 41-Jährigen hingehalten und dieser wiederum die Käufer vertröstet.

Die ersten Kundenüberweisungen gingen laut Erklärungen des Mitangeklagten auch direkt an seinen Bekannten, während er sein Geld mit späteren Einzahlungen erhalten sollte. Doch zu diesen kam es nicht, da die Kunden misstrauisch wurden.

"Ich habe keinen Cent gesehen", sagte der Mann nach Informationen der Neuen Westfälischen, während der Beckumer dem ganzen widersprach.

Trotzdem erkannte das Gericht, dass der Herzebrocker unschuldig und bei ihm kein Betrugsvorsatz erkennbar war. Daher verurteilten sie ausschließlich den bereits vorbestraften 33-Jährigen zu zwei Jahren Haft, der durch den Betrug 12.000 Euro ergaunert hatte.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0