Weltkriegs-Bombe in Köln-Dellbrück entschärft: Menschen können zurück in ihre Wohnungen

Köln - Bei Erdarbeiten auf einem Grundstück am Schilfweg im Kölner Stadtteil Dellbrück ist am Donnerstag (8. November) eine Fliegerbombe entdeckt worden.

Die Bombe wurde bei Erdarbeiten in einer Baugrube entdeckt. Der Zünder ist noch intakt (Symbolbild).
Die Bombe wurde bei Erdarbeiten in einer Baugrube entdeckt. Der Zünder ist noch intakt (Symbolbild).  © DPA

Der Kampfmittel-Beseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf ist nach Angaben der Stadt bereits vor Ort und hat festgestellt, dass es sich um eine 2,5-Zentner-Bombe amerikanischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg handelt, die über einen noch intakten Aufschlagzünder verfügt. Sie liegt in einer Baugrube in rund zwei Metern Tiefe.

Das Ordnungsamt der Stadt Köln hat den Evakuierungs-Radius auf 300 Meter festgelegt. Betroffen ist die gesamte Wohnsiedlung zwischen Dellbrücker Steinweg, Diepeschrather Straße, Eisenbahnlinie und der im Osten angrenzenden Grünanlage Dellbrücker Heide.

Im Evakuierungsbereich sind rund 1.500 Personen wohnhaft gemeldet.

Die Bombe soll noch am Donnerstag entschärft werden. Das Ordnungsamt wird in Kürze mit den Evakuierungen in dem Wohngebiet beginnen.

Als Anlaufstelle für Anwohner bietet das Ordnungsamt Räume in dem städtischen Schulgebäude Urnenstraße in Dellbrück an.

Update, 17.12 Uhr

Das Ordnungsamt der Stadt Köln hat mit dem ersten Rundgang durch das Wohngebiet östlich der Dellbrücker Heide in Köln-Dellbrück begonnen. Alle angetroffenen Anwohner werden gebeten, ihre Wohnung oder ihr Haus zu verlassen.

Das Ordnungsamt hat den Evakuierungskreis nun genau bestimmt. Betroffen sind alle Häuser und Wohnungen westlich der Diepeschrather Straße zwischen dem Kalkweg im Norden und im Süden einer Linie, die zwischen Farnweg/Erikahof und Anemonenweg verläuft. Die Bahnlinie südlich des Evakuierungsgebietes ist von den Sperrungen nicht betroffen.

Nach der ersten Runde gehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes noch einmal im sogenannten zweiten "Klingeldurchgang" durch das Gebiet. Einen genauen Zeitplan dafür gibt es noch nicht. Größere Auswirkungen auf den Verkehr sind nicht zu erwarten, da keine Hauptverkehrsstraßen von den Sperrungen und von der Evakuierung betroffen sind.

Update, 18.27 Uhr

Das Ordnungsamt startet nun den zweiten Rundgang durch das zu evakuierende Wohngebiet in Köln-Dellbrück. Beim ersten Aufsuchen der Haushalte wurde festgestellt, dass in 14 Fällen Krankentransporte erforderlich werden. Einige Fahrten sind bereits erfolgt.

Das Ordnungsamt ist mit 65 Kräften im Einsatz, die Polizei mit 14, die Feuerwehr mit fünf und der Sanitätsdienst mit 15. Das Angebot zum zwischenzeitlichen Aufenthalt in der städtischen Schule in der Urnenstraße haben bisher rund 40 Personen angenommen.

Update, 19.20 Uhr

Der zweite Evakuierungsrundgang durch das Wohngebiet in Köln-Dellbrück ist abgeschlossen. Derzeit werden noch drei Krankentransporte durchgeführt.

Das Ordnungsamt stimmt sich aktuell mit der Flugsicherung für den Flughafen Köln/Bonn ab, wann genau mit der Entschärfung der Bombe begonnen werden kann. Denn der Luftraum über dem Bombenfundort liegt in der Einflugschneise des Flughafens und darf zum Zeitpunkt der Entschärfung nicht durchflogen werden.

Die Freigabe zur Entschärfung kann nach derzeitigem Zeitplan für etwa 19.30 Uhr erteilt werden. Im Aufenthaltsraum der Schule in der Urnenstraße halten sich etwa 50 Personen auf.

Update, 19.35 Uhr

Alle Anwohner haben das Wohngebiet in Köln-Dellbrück verlassen, die Krankentransporte sind abgeschlossen.

Und auch die Flugsicherung hat dem Ordnungsamt nun die Freigabe für den Beginn der Bombenentschärfung erteilt. Der Kampfmittel-Beseitigungsdienst hat mit seiner Arbeit an der Bombe begonnen, um den Zünder unschädlich zu machen.

Update, 19.59 Uhr

Der in Köln-Dellbrück gefundene Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ist unschädlich gemacht worden.

Die Kampfmittel-Experten haben die Bombe durch Deaktivierung des Zünders innerhalb kurzer Zeit entschärfen können.

Alle Anwohner, die das Wohngebiet rund um den Schilfweg verlassen mussten, können nun wieder zurückkehren. Die Sperrung des Gebietes wird aufgehoben.

Mit Krankentransportfahrzeugen werden die Anwohner, die auf fremde Hilfe angewiesen waren, wieder nach Hause gebracht.

Die Bombe wird nun abtransportiert und in einem Zerlegungsbetrieb entsorgt. Mehr als 70 Personen haben die Anlaufstelle in der Schule Urnenstraße aufgesucht.

Titelfoto: DPA

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