140 Polizisten im Einsatz: Groß-Razzia in Köln

Köln - Mit einer Razzia in Köln-Kalk sind Polizei, Zoll und Stadt gegen Straßenkriminalität vorgegangen.

Die Polizei kontrollierte Wettbüros und Bars in Köln-Kalk.
Die Polizei kontrollierte Wettbüros und Bars in Köln-Kalk.  © Miklos Laubert/bf-koeln-einsaetze.de

Mit rund 140 Polizisten wurden am Samstagabend vier Lokale, darunter Wettbüros und Bars, durchsucht und zahlreiche Menschen kontrolliert.

"Wir dulden nicht, dass im öffentlichen Raum in Köln Delikte wie Raub, Körperverletzung und Drogenhandel sich breitmachen", sagte eine Polizeisprecherin am Samstagabend.

Der Einsatz stehe nicht im direkten Zusammenhang mit Clan-Kriminalität. Von den Lokalen sei bekannt, dass sie von Kriminellen als Rückzugsorte genutzt werden.

Polizei und Justiz in NRW haben in den letzten Monaten vor allem ihre Einsätze gegen kriminelle Mitglieder von Clans erheblich ausgeweitet (Tag24 berichtete).

Immer wieder gab es in dem Zusammenhang großangelegte Razzien.

Update, 3. Februar 9.45 Uhr

Rund 140 Polizisten waren bei der Razzia im Einsatz.
Rund 140 Polizisten waren bei der Razzia im Einsatz.

Am Sonntagmorgen hat die Polizei ein erstes Fazit der nächtlichen Durchsuchungen gezogen. Bei dem Einsatz waren etwa 160 Fahnder in den Stadtteilen Kalk, Humboldt-Gremberg, Ostheim, Vingst und Höhenberg beteiligt.

Zwei Personen seien festgenommen worden, da gegen sie Haftbefehle vorlagen. Insgesamt wurden 241 Personen und 71 Fahrzeuge kontrolliert. Die Polizei hat 13 Ermittlungsverfahren eingeleitet, die meisten davon wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Der Zoll stellte knapp fünf Kilogramm unversteuerten Tabak und 46 Dosen Wasserpfeifentabak sicher. Zudem hätten sich Hinweise auf Schwarzarbeit bzw. eine Umgehung des Mindestlohns ergeben.

Polizeioberrat erläuterte die Hintergründe der Razzia: "Wir wissen, dass die Bars und Gaststätten den jungen Straftätern häufig als Treffpunkte dienen. Deshalb nehmen wir gerade diese Szenetreffs auch weiterhin besonders in den Fokus." Auch die immer wieder mit Shisha-Bars in Verbindung stehende Rockerszene war im Visier der Beamten.

Titelfoto: Miklos Laubert/bf-koeln-einsaetze.de

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