Nach Tod im S-Bahn-Tunnel: Türkei trauert um Mustafa (17)

Frankfurt - Er wollte einem hilflosen Obdachlosen helfen, der auf die Gleise einer S-Bahn-Station in Frankfurt gestürzt war. Sein heldenhaftes Eingreifen bezahlte Mustafa Alptuğ Sözen mit dem Leben (TAG24 berichtete).

Mustafa Alptuğ Sözen wurde nur 17 Jahre alt.
Mustafa Alptuğ Sözen wurde nur 17 Jahre alt.  © Generalkonsulat der Republik Türkei/DPA

Das türkische Generalkonsulat in Frankfurt veröffentlichte am Donnerstag eine Traueranzeige auf Facebook und Twitter.

In der Mittelung hieß es: "Wir wünschen dem 17-jährigen Mustafa Alptuğ Sözen, der einem auf den Gleisen liegenden bewusstlosen Menschen helfen wollte, dabei von der S-Bahn überrollt wurde und sein Leben verlor, Allah’s Segen und sprechen seiner Familie unser tiefstes Beileid aus."

Was war passiert?

Der 17-Jährige hatte am Mittwochabend versucht, einem wohnsitzlosen Mann zu helfen, der hilflos mit 2,6 Promille im Blut auf den Gleisen an der S-Bahn-Haltestelle Ostendstraße gelegen hatte.

Der Kasache war mit einem weiteren obdachlosen Inder unterwegs. Mustafa Alptuğ Sözen sprang ins Gleisbett, um zu helfen - die drei Männer wurden kurz darauf von der einer einfahrenden S-Bahn erfasst. Nur der Junge aus Hanau überlebte den schweren Unfall nicht.

Die Bevölkerung feiert Mustafa nach dessen Tat als Helden, da er sein Leben für das eines Anderen aufs Spiel gesetzt hat. Ob es eine offizielle Gedenkstunde gibt, ist noch nicht klar.


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