Aufatmen für Luan aus Leipzig: Er darf bleiben!

Für seinen Einsatz wurde Benjamin Heinsohn (2. v. l.) mit dem "Couragiert in Leipzig"-Preis ausgezeichnet. Luan stand mit ihm auf der Bühne (3. v. l.).
Für seinen Einsatz wurde Benjamin Heinsohn (2. v. l.) mit dem "Couragiert in Leipzig"-Preis ausgezeichnet. Luan stand mit ihm auf der Bühne (3. v. l.).

Leipzig - Die Geschichte des 18-jährigen Luan hat ein Happy End: Der junge Kosovare wird doch nicht abgeschoben.

Die sächsische Härtefallkommission entschied am Freitag, dass Luan Zejneli in Deutschland bleiben darf. Damit endet eine bewegende Geschichte, die im Februar bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Nachdem Luans Asylantrag abgelehnt worden war, sollte er eigentlich in den Kosovo abgeschoben werden. Doch ein Mitschüler, der 16-jährige Benjamin Heinsohn, wollte das nicht zulassen und startete zusammen mit einigen Mitschülern eine Online-Petition (TAG24 berichtete). Die Forderung: Luan soll bleiben!

Mit der Aktion für seinen Freund stieß Benjanim Heinsohn im Netz auf viel Zuspruch. Über 6000 Menschen unterschrieben für einen Verbleib Luans in Deutschland.

Es gab aber auch Kritik: Christoph Leonhardt (17), Mitschüler und Mitglied der Schüler-Union, kritisierte die Forderung der Online-Petition. Dafür löste er auf Facebook eine emotionale Debatte aus, bei der er zum Teil auch verletzende Kommentare erntete.

Doch ungeachtet der Diskussionen brachte der Einsatz von Luans Mitschülern und Freunden offenbar den Erfolg: Ende Februar bekam der Gymnasiast von der Ausländerbehörde einen Aufschub. Am Freitag dann überbrachte die Härtefallkommission dem 18-Jährigen die erlösenden Nachricht per Telefon.

„Die vergangenen Tage waren für mich voller Stress und Angst. Das ist nun eine riesige Erleichterung", erzählte Luan der "Leipziger Volkszeitung". "Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich ich bin. Und ich bin einfach so dankbar für all die Unterstützung – vor allem natürlich Benjamin und meinen Mitschülern!"

Benjamin Heinsohn hat mit seinem Engagement übrigens nicht nur seinem Freund geholfen, sondern auch noch einen Preis gewonnen. Beim 20. Jubiläumskonzert des Vereins "Leipzig. Courage zeigen" erhielt er die diesjährige Auszeichnung "Couragiert in Leipzig" (TAG24 berichtete).


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