18 Schweinswale an Küste angespült: Starben die Tiere durch Kriegsminen?

Kiel/Berlin - Das Verenden von Schweinswalen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste ist aller Wahrscheinlichkeit nach auf das Sprengen alter Seekriegsminen zurückzuführen.

Ein toter Schweinswal treibt vor Neustadt in Holstein im Meer.
Ein toter Schweinswal treibt vor Neustadt in Holstein im Meer.  © Matthias Meinsen/NABU Schleswig-Holstein/dpa

"Es sieht so aus, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass das Verenden der 18 Schweinswale mit den Sprengungen zusammenhängt", sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums am Mittwoch in Berlin.

Das hätten Gespräche zwischen der Tierärztlichen Hochschule Hannover und dem Bundesamt für Naturschutz ergeben.

39 der Sprengungen hätten in einem Naturschutzgebiet stattgefunden. Künftig müsse sichergestellt werden, dass bei solchen Sprengungen die Naturschutzbehörden rechtzeitig beteiligt werden.

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hatte erklärt, im Zeitraum nach den Sprengungen im Rahmen eines Nato-Manövers im August seien insgesamt 18 tote Schweinswale gefunden worden.

Wie viele durch die Sprengungen während der Fortpflanzungszeit tatsächlich verletzt oder getötet worden seien, sei unklar, sagte Nabu-Geschäftsführer Leif Miller.

Ein Schweinswal schwimmt im Meer.
Ein Schweinswal schwimmt im Meer.  © Ingo Wagner/dpa

Titelfoto: Matthias Meinsen/NABU Schleswig-Holstein/dpa

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