187-Strassenbande-Rapper Gzuz steht vor Gericht: Muss er jetzt in den Knast?

Hamburg - Jetzt könnte es eng werden! 187-Strassenbande-Rapper Gzuz muss sich am Dienstag vor dem Hamburger Amtsgericht verantworten.

Der Rapper veröffentlichte das Video selbst auf seinem Instagram-Kanal.
Der Rapper veröffentlichte das Video selbst auf seinem Instagram-Kanal.  © Screenshot Instagram/Gzuz187_official

Dem 31-Jährigen, der mit bürgerlichem Namen Kristoffer Jonas Klauß heißt, werden drei Taten aus den vergangenen Jahren zur Last gelegt.

Wie Liddy Oechtering, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg, auf TAG24-Nachfrage erklärte, verstieß Gzuz unter anderem gegen das Betäubungsmittel-Gesetz.

Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung in der Hamburger Neustadt fand die Polizei am 11. April 2018 zahlreiche Drogen, darunter rund 19 Gramm Marihuana, ein bisschen Haschisch und 2,4 Gramm Crystal Meth.

Doch damit noch nicht genug. Zudem war der 31-Jährige im Besitz von einem sogenannten Polenböller, und verfügte so über deutlich mehr Schwarzpulver, als ein gesetzlich zulässiger Feuerwerkskörper.

Und wie es sich für ein Schwergewicht des deutschen Raps gehört, war das selbstverständlich noch nicht alles.

Viel schlimmer dürfte die Silvesternacht 2018/19 wiegen. Gzuz feierte vor dem Friseursalon seines 187-Kollegen Maxwell im Stadtteil Eilbek. Wie in einem Video, das für mehrere Stunden auf seinem Instagram-Account zu sehen und Grundlage der Ermittlungen war, zu sehen war, feuerte der zweifache Vater mit einer Waffe in die Luft.

Dazu brüllte er laut "187" und versah den Beitrag mit den Worten "Kommt gut rein". Selbst Tage später seien laut Augenzeugen noch immer Patronenhülsen vor dem Shop "Major Barbers League" zu finden gewesen.

Gzuz zeigte öffentlich seine Abneigung gegenüber der Polizei

Der 187-Rapper steht bei einem Auftritt auf der Bühne.
Der 187-Rapper steht bei einem Auftritt auf der Bühne.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Dumm nur, dass der Musiker laut Sprecherin der Staatsanwaltschaft nicht im Besitz eines kleinen Waffenscheines ist. Viel schlimmer noch: Erst einige Wochen zuvor wurde gegen ihn ein generelles Verbot ausgesprochen, das ihm untersagte, jegliche Waffen mit sich zu führen.

Aufgrund seiner diversen Einträge, die die Staatsanwaltschaft bestätigte, könnte es für den 31-Jährigen eng werden. Zumal Gzuz ein Jahr zuvor vom Amtsgericht Altona zu vier Monaten Bewährung verurteilt worden war, weil er einen Supermarkt-Mitarbeiter geohrfeigt hatte.

Und selbst zu diesem Zeitpunkt war er wegen einer weiteren Straftat auf Bewährung, kam um eine drohende Haftstrafe aber noch einmal herum.

Bislang scheint Gzuz sich aber nicht von der Polizei oder Justiz beeindrucken zu lassen. Erst kürzlich hatte er anlässlich eines Videodrehs mit Waffen posiert und einen Streifenwagen mit einem Monstertruck zerstört. Auf eine eventuelle Razzia hatte er sich bereits vorbereitet: "Hab schon Kuchen gebacken", kommentierte er den Beitrag eines Fans.

Am Dienstag wird sich zeigen, wie locker Kristoffer Jonas Klauß das alles nimmt. Denn Richter Johann Krieten gilt als wenig zimperlich.

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