Nach 187-Pipi-Panne: Schon wieder Fall mit falschem Urin in Hamburg

Hamburg - In Hamburg hat ein 30-jähriger Mann versucht, die Beamten bei einer Verkehrskontrolle mit falschem Urin zu täuschen.

Auch der Rapper Maxwell hatte mit einem ähnlichen Fall für Aufsehen gesorgt.
Auch der Rapper Maxwell hatte mit einem ähnlichen Fall für Aufsehen gesorgt.

Dies teilte die Polizei am Dienstag mit. Dabei habe der Fahrer zunächst falsche Angaben zu seinen Personalien gemacht und habe dann bei einem anschließenden Drogentest falschen Urin abgegeben.

Erst vor wenigen Tagen hatte in Hamburg schon ein ganz ähnlicher Fall für Aufsehen gesorgt: Ein 25-Jähriger trug bei einer Verkehrskontrolle einen Beutel mit synthetischem Urin am Körper, mit dem er die Beamten täuschen wollte.

Wie später herauskam, handelte es sich bei dem jungen Mann um niemand geringeren als den Rapper Maxwell, Mitglied der 187 Strassenbande aus Hamburg (TAG24 berichtete).

Die Polizei hatte ihn mit seinem auffälligen lilafarbenem SUV aus dem Verkehr gezogen, mit dem er deutlich zu schnell auf der Autobahn unterwegs gewesen war. Denn statt der erlaubten 60 Stundenkilometer war Maxwell mit 105 km/h über die A24 gerast.

In beiden Fällen wurden die Männer zum freiwilligen Urintest gebeten. (Symbolbild)
In beiden Fällen wurden die Männer zum freiwilligen Urintest gebeten. (Symbolbild)

Im Polizeibericht hieß es außerdem, dass den Beamten eine auffällige Fahrweise aufgefallen war. Laut Polizei öffnete der Beifahrer dann auch noch vor der Kontrolle das Fenster und warf mehrere Gegenstände aus dem Auto.

Maxwell wurde daraufhin zu einem freiwilligen Drogen-Test gebeten, habe dabei aber versucht, die Beamten mit dem synthetischen Urin zu täuschen. Der Schwindel flog aber auf, weil der gefüllte Becher nicht wie üblich warm war.

Der 187-Rapper wurde zur Blutentnahme auf eine Polizeiwache gebracht. In seinem Auto fanden sich außerdem rauschgiftähnliche Substanzen, sagte ein Polizeisprecher.

In dem aktuellen Fall ist noch unklar, ob es sich bei der abgegebenen Flüssigkeit ebenfalls um synthetischen Urin aus dem Internet oder den Urin einer anderen Person handelt, hieß es vonseiten der Polizei. Bei dem 30-jährigen Fahrer wurde ein erneuter Test veranlasst, der positiv auf THC reagierte. Wie sich außerdem herausstellte, war der Mann auch noch ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs.

Insgesamt waren bei Verkehrskontrollen im Hamburger Stadtgebiet in der Nacht zu Dienstag noch über 100 weitere Verstöße verzeichnet worden. Die Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt Alkohol- und Drogendelikte fanden im Rahmen einer TISPOL Kontrolle (European Traffic Police Network) statt.

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