Pädophiler onaniert vor Jugend-Fußballern auf Instagram: Seine Strafe macht sprachlos

Frankfurt - Versteckte Homosexualität und eine Vorliebe für Kinder in einem muslimischen Haushalt, in dem Sexualität ein absolutes Tabuthema darstellt, drängten einen 19-Jährigen zwischen August und November 2017 zu einer scheußlichen Tat. Am Mittwoch fällte das Jugendgericht in Frankfurt ein Urteil.

Der damals 18-Jährige suchte gezielt nach jungen Fußballern aus den U12- und U13-Jugendendmannschaften und zeigte sich ihnen dann nackt auf Instagram (Symbolbild).
Der damals 18-Jährige suchte gezielt nach jungen Fußballern aus den U12- und U13-Jugendendmannschaften und zeigte sich ihnen dann nackt auf Instagram (Symbolbild).  © 123RF

Der Vorwurf gegen den Angeklagten, bei dem es sich um den 19-jährigen Imran G. handelt: Er gab sich auf der sozialen Bildplattform Instagram als zwölfjähriger Junge aus und lockte damit Kinder, insbesondere Jugendfußballer in eine Falle.

Unter dem Decknamen "Matteo" nahm er mit den Jungen Kontakt auf, beabsichtigte sogar, sich mit ihnen zu treffen. Doch zuvor zeigte er ihnen im Live-Chat, wie er onanierte. Eines seiner Opfer fand den Mut, den Vorfall seinen Eltern zu melden, diese erstatteten Anzeige.

Wie die Frankfurter Rundschau berichtete, fiel es den Ermittlern jedoch nicht schwer, den damals 18-Jährigen ausfindig zu machen, da er in dem Verein, dessen Nachwuchsspieler er belästigte, selbst aktiv war und sogar hin und wieder als Schiedsrichter einsprang.

Vor Gericht gab der Angeklagte laut Berichten der Bild zu: "Ich wollte die Aufmerksamkeit". Ein Gutachter bescheinigte im gleichen Bericht, dass G. unter "einer emotionalen und kognitiven Reifeverzögerung" leide und somit das "Ausmaß seiner Taten nicht begreifen" könne.

Doch die Richterin warnte: "Ich erwarte, dass Sie künftig den Kontakt zu Kindern meiden, damit Sie nicht auf dumme Gedanken kommen. Sollte das wieder passieren, haben Sie mit einer langen Freiheitsstrafe zu rechnen."

Schließlich wurde der 19-Jährige nach Jugendstrafrecht zu einer Zahlung von 800 Euro an den Kinderschutzbund sowie einer sechsmonatigen Therapie verurteilt. Sein Fußballverein schmiss ihn bereits nach Bekanntwerden der Vorfälle raus.

Titelfoto: 123RF