20-Jährige beißt sich Fingernagel ab: Vier Jahre später erhält sie die Schockdiagnose

Brisbane (Australien) - Weil Courtney Whithorn in der Schule heftig gemobbt wurde, biss sie sich aus Frust den Nagel an ihrem Daumen ab. Nach und nach färbte sich ihr Finger schwarz, bis sie endlich zum Arzt ging. Doch der hatte keine guten Nachrichten für die Studentin.

Vier Jahre hielt die Studentin ihren schwarzen Daumen versteckt.
Vier Jahre hielt die Studentin ihren schwarzen Daumen versteckt.  © Screenshot/Facebook/Courtney Belle Whithorn

Die Australierin Courtney Whithorn wurde in ihrer Schulzeit so heftig gemobbt, dass sie anfing, täglich an ihren Fingernägeln zu kauen. Eines Tages attackierten ihre Mitschüler die damals 16-Jährige so schlimm, dass sie sich aus Verzweiflung den halben Nagel ihres Daumens abbiss.

Plötzlich fing ihr Finger an, eine dunkle Farbe anzunehmen, doch anstatt ihre Familie oder einen Arzt zu informieren, hielt sie ihren Daumen ganze vier Jahre versteckt.

Erst im Juli vergangenen Jahres, als die Psychologie-Studentin Schmerzen empfand, traute sie sich endlich zu einem Allgemeinmediziner. Dieser jedoch hatte keine guten Neuigkeiten für die 20-Jährige.

Durch die heftige Bisswunde, die sie ihrem Daumen 2014 zugefügt hatte, hat sich über die Jahre eine seltene Hautkrebsart (malignes Melanom, auch "Schwarzer Hautkrebs" genannt) entwickelt.

"Als ich herausfand, dass der Krebs durch den weggebissenen Nagel entstanden ist, war ich erschüttert", so die Studentin gegenüber "Daily Mail".

Courtney Whithorn im Krankenhaus: Ihr Daumen muss amputiert werden.
Courtney Whithorn im Krankenhaus: Ihr Daumen muss amputiert werden.  © Screenshot/Facebook/Courtney Belle Whithorn

Da sich das seltene Melanom bereits über den ganzen Daumen ausgebreitet hatte, kam nur noch eine Amputation in Frage. Ein riesiger Schock für die junge Frau.

Neben der Entfernung ihres kompletten Fingers wurden Courtney zusätzlich zwei Lymphknoten entfernt, um sicher zu gehen, dass sich der Krebs nicht in ihrem Körper ausgebreitet hatte.

Trotz erfolgreicher Amputation konnten die Ärzte der Studentin noch keine Entwarnung geben. Da die Krebsart so selten ist, gibt es keine genauen Erkenntnisse über dieses Thema.

Mittlerweile geht es Courtney wieder besser. Trotzdem muss sie immer noch regelmäßig zur Untersuchung. Auf Facebook machte sie ihre tragische Geschichte öffentlich.

Dort appellierte sie direkt an ihre "Angreifer": "Bitte denkt darüber nach, was ihr zu und über Menschen sagt. Denn ihr habt wirklich keine Ahnung, welche psychologischen, emotionalen und physischen Auswirkungen es auf jemanden haben kann."


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