Wie herzlos: Unbekannte setzten 20 kranke Katzen aus

Berlin - Es passiert leider immer wieder: Menschen setzen ihre Haustiere aus. Letzten Samstag entdeckte eine Fressnapf-Mitarbeiterin in Berlin-Lichterfelde gleich zwanzig kranke Katzen in einer Transportbox - darunter kleine Kätzchen, die um die acht Wochen alt sind.

Der kleinen Anastasia musste ein Auge entfernt werden.
Der kleinen Anastasia musste ein Auge entfernt werden.  © Tierschutzverein für Berlin/Julia Sassenberg

Das teile der Tierschutzverein am Donnerstag mit. Die zwei Muttertiere, die mit ihren Jungen in der Transportbox eingepfercht waren, wirkten lethargisch, verwahrlost und krank. Sie wurden ins Tierheim Berlin gebracht und werden dort untersucht und behandelt.

Die Katzen sind unterernährt, leiden unter Katzenschnupfen, Hautpilz und Herpes. Einem kleinen Kätzchen musste in einer Not-Op gar ein Auge entfernt werden. "Das Auge war durch die Herpesviren dermaßen geschädigt, dass nichts mehr zu retten war", sagte Tierärztin Stefanie Engert vom Tierschutzverein für Berlin.

Mittlerweile geht es der einäugigen "Anastasia" und ihren Leidensgenossen etwas besser. Zwei Monate müssen sie allerdings noch im Tierheim bleiben. Dann sind sie bereit vermittelt zu werden.

Für ein Jungtier konnten die Helfer allerdings nichts mehr tun. Sie litt an der Krankheit FIP und musste eingeschläfert werden.

Die kranken Kätzchen werden derzeit im Tierheim Berlin behandelt.
Die kranken Kätzchen werden derzeit im Tierheim Berlin behandelt.  © Tierschutzverein für Berlin/Julia Sassenberg

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