21-Jähriger nach brutaler Attacke mit Messer und Elektroschocker verurteilt

Lebensgefährlich verletzte ein 21-Jähriger einen Mann auf der Huxori 2016. (Symbolbild)
Lebensgefährlich verletzte ein 21-Jähriger einen Mann auf der Huxori 2016. (Symbolbild)  © 123RF

Höxter - Jetzt ist es amtlich. Das Höxteraner Jugendschöffengericht hat am Dienstag einen 21-jährigen Mann aus Höxter wegen vorsätzlicher Körperverletzung schuldig gesprochen.

Der junge Mann hatte im vergangen Jahr auf dem Stadtfest Huxori 2016 einen jungen Mann mit einem Messer und einem Elektroschocker attackiert und ihn lebensgefährlich verletzt. Er musste daraufhin in einem Krankenhaus notoperiert werden (TAG24 berichtete).

Nach einer fast siebenstündigen Verhandlung fällte der vorsitzende Richter sein Urteil. Zwei Jahre Jugendstrafe , die auf drei Jahre zu Bewährung ausgesetzt wurde. Zudem legte er fest, dass der Täter vier Wochen lang in der Jugendarrestanstalt in Lünen einen Dauerarrest verbüßen muss.

Sein Urteil bekundete der Richter laut der Neuen Westfälischen mit den Worten: "Damit er schon mal einen Vorgeschmack davon bekommt, was ihm blüht, wenn er gegen die Bewährungsauflagen verstößt."

Auch der der vier Jahre ältere Bruder des Hauptangeklagten, der sich ebenfalls schuldig gemacht hatte, erhielt eine Strafe. Er wurde zu einer Bewährungsstrafe von 14 Monaten verurteilt.

Die Brüder hatten kurz vor Mitternacht eine 19-jährigen Frau gewürgt und ihr mehrmals ins Gesicht geschlagen. Als ein 39-jähriger Mann schlichten wollte, wurde er ebenfalls angegriffen und verletzt.

Wenig später gerieten sie mit einer Gruppe Studenten in Streit. Dabei wurde einem 25-jährigen ein Bierglas so stark ins Gesicht geschlagen, dass es zersplitterte. Der junge Mann erlitt dabei eine tiefe Schnittwunde

Ein 21-Jähriger hatte den Vorfall beobachtet. Als er zu Hilfe eilte und einen der Täter in den Schwitzkasten nahm, um die Lage zu beruhigen, wurde er nach dem die Situation geklärt schien, mit dem Messer attackiert.

Der jüngere Bruder rammte ihm eine 8,5 Zentimeter lange Klinge in die linke Seite. Dabei wurde die Milz so schwer verletzt, dass sie nicht mehr gerettet werden konnte.

Titelfoto: 123RF


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