24 Stunden später: Die Unwetter-Bilanz für Berlin und Brandenburg

Auf einigen Straßen stand das Wasser bis zu 50 Zentimeter hoch.
Auf einigen Straßen stand das Wasser bis zu 50 Zentimeter hoch.  © DPA

Berlin/Potsdam - Nachdem schwere Unwetter bereits am Donnerstagnachmittag für mancherorts schwerer Verwüstungen gesorgt haben, ging es auch in der Nacht zum Freitag gab es für Berlin und Brandenburg keine Ruhe: Umgestürzte Bäume, Zug- und Flugausfälle sowie ein Verletzter in Kreuzberg - Feuerwehr im Dauereinsatz!

Besonders schlimm traf es am späten Donnerstagabend einen Fahrradfahrer in der Urbanstraße (Kreuzberg). Ein umgestürzter Baum begrubt den Mann. Aus eigener Kraft konnte er sich nicht befreien und befand sich wortwörtlich in der Klemme, wie die Feuerwehr mitteilte. Rettungskräfte konnten ihn befreien und in ein Krankenhaus bringen.

Die Feuerwehr rechnete am Morgen mit weiteren vollgelaufenen Kellern. Auch Flug- und Zugverkehr waren betroffen. So kam es an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld zu Ausfällen und Verspätungen, sie sich noch bis in den Freitag ziehen werden, wie die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH auf Twitter mitteilte.

Im Verlauf des Donnerstag haben zudem umgestürzte Bäume im Norden Deutschlands beinahe alle ICE-Strecken - auch nach Berlin - lahmgelegt, wie eine Bahnsprecherin in Berlin berichtete.

Durch das schnelle eingreifen, konnten die Strecken Hamburg-Berlin und Hannover-Berlin am Abend wieder freigegeben werden.

Brandenburg blieb weitestgehend verschont, abgesehen vom Starkregen, Blitzen und Donner.
Brandenburg blieb weitestgehend verschont, abgesehen vom Starkregen, Blitzen und Donner.  © DPA

Heftige Unwetter sind am späten Donnerstagabend auch über Brandenburg hinweggezogen, haben dort aber verhältnismäßig wenig Schaden angerichtet. Die Polizei musste insgesamt zu 18 Verkehrsunfällen ausrücken, wie ein Sprecher sagte. Sechs Menschen verletzten sich dabei leicht.

Bereits am Donnerstagnachmittag war ein Unwetter über die Region gezogen und hatte die Feuerwehr in Atem gehalten. So begrub ebenfalls ein umgestürzter Baum in Berlin-Kreuzberg einen fahrenden Lastwagen unter sich. Der Fahrer blieb aber unverletzt. In der Wilhelm-Kuhr-Straße in Gesundbrunnen kam es vermutlich durch Blitzeinschlag zu einem Brand im Dachgeschoss eines Seniorenheims. Zwei davon betroffene Menschen konnten in Sicherheit gebracht werden.

Wegen Unwetterschäden und den notwendigen Aufräumarbeiten sollte der Schlossgarten Charlottenburg bis einschließlich Freitag geschlossen bleiben. Im Park hätten vielfach die Kronen und das Geäst von Bäumen gelitten, sagte ein Sprecher der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg am Donnerstag. Das Schloss Charlottenburg ist hingegen weiter für den Besucherverkehr geöffnet.

Der nördliche Teils Deutschland hatte die Unwetter-Front komplett abbekommen. Hamburg und Halle (Saale) gingen schwache Tornados zu Boden und richteten große Schäden an (TAG24 berichtete) sowie trafen in Sachsen 2167 Blitze die Erde.

Auf einmal war es duster: Die Unwetter arbeiteten sich über den Norden Deutschlands und richteten dabei zum Teil schwere Schäden an.
Auf einmal war es duster: Die Unwetter arbeiteten sich über den Norden Deutschlands und richteten dabei zum Teil schwere Schäden an.  © DPA

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