25-Jähriger soll Hundebesitzer eiskalt erstochen haben

Christoph H. (25) will nicht erkannt werden - der mutmaßliche Killer zog sich am Montag seine Mütze tief ins Gesicht.
Christoph H. (25) will nicht erkannt werden - der mutmaßliche Killer zog sich am Montag seine Mütze tief ins Gesicht.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Eigentlich wollte das 6000-Einwohner-Städtchen Leisnig (bei Döbeln) im September 2016 ein friedliches Weinfest feiern. Doch der Abend vor der Eröffnung wurde von einer Bluttat überschattet.

Jörg P. (†53) wurde niedergestochen und starb noch am Tatort. Jetzt steht Christoph H. (25) vorm Chemnitzer Landgericht - angeklagt wegen Totschlags.

Opfer Jörg P. arbeitete beim städtischen Bauhof. Während seiner Arbeitszeit passte Christoph H. gelegentlich auf den Hund des Mannes auf - und soll ihn dabei getreten haben. Abends, gegen 21 Uhr, sprach Jörg P. den Dogsitter darauf an. Die beiden zofften sich - der Streit eskalierte.

Oberstaatsanwalt Bernd Vogel (57) in seiner Anklage: "Der Angeklagte nahm ein Butterflymesser mit 8,5 Zentimeter langer Klinge und stach in schneller Folge in den Oberkörper des Geschädigten." Fünf Mal traf das Messer das Opfer, unter anderem mitten ins Herz. Um 21.27 Uhr konnten Sanitäter nur noch den Tod des Bauhof-Mitarbeiters feststellen.

Der arbeitslose Tischler Christoph H. schwieg am Montag zu den Vorwürfen. Weil keine Zeugen geladen waren, war der erste Verhandlungstag bereits nach 14 Minuten vorbei.

Der Prozess wird nächsten Montag fortgesetzt. Ein Urteil - Christoph H. drohen mindestens fünf Jahre Haft - wird Anfang April erwartet.


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