3,3 Millionen dürfen abstimmen: So wuppt Sachsen heute die Wahl

Romy Helbig (28) ist eins von vier Kampagnengesichtern der Dresdner 
Wahlhelfer.
Romy Helbig (28) ist eins von vier Kampagnengesichtern der Dresdner Wahlhelfer.  © Petra Hornig

Dresden - Es ist soweit: Der 19. Deutsche Bundestag wird am Sonntag gewählt. Wer noch nicht die Briefwahl genutzt hat, ist aufgerufen, in einem der 3532 Urnenwahlbezirke sein Kreuzchen zu setzen. Offen stehen die Wahllokale seit um acht bis Sonntagabend, 18 Uhr.

Für die Dresdner Wahlhelferin Romy Helbig (28) klingelt der Wecker schon um sechs. Nach dem Frühstückstee radelt sie zum Wahllokal in der 43. Grundschule, Riegelplatz 2.

Sonntag hilft die junge Frau als stellvertretende Wahlvorsteherin, legt Stifte in die Wahlkabine und passt auf, dass niemand schummelt, etwa zwei Wahlscheine in die Urne wirft.

Seit zehn Jahren dabei, ist sie ein alter Hase, kennt den Wahlablauf aus dem Effeff. „Am Ende werden die Zettel auf Häufchen sortiert und dann ausgezählt.“

Wichtig: Die Zahl der protokollierten Wähler und abgegebenen Stimmzettel muss übereinstimmen, sonst beginnt der Spaß von vorn. Diesen Fall habe sie aber erst einmal erlebt.

Am Sonntag arbeitet Romy Helbig als stellvertretende Wahlvorsteherin im Wahllokal 
der 42. Grundschule am Riegelplatz.
Am Sonntag arbeitet Romy Helbig als stellvertretende Wahlvorsteherin im Wahllokal der 42. Grundschule am Riegelplatz.  © Petra Hornig

Romy Helbig ist eine von 3300 Wahlhelfern in Dresden. 3500 sind es in Leipzig, 1900 in Chemnitz. Die Beisitzer, Schriftführer und Wahlvorsteher erhalten je nach Funktion zwischen 25 und 50 Euro Erfrischungsgeld.

Insgesamt 3.354.545 Einwohner sind in Sachsen wahlberechtigt, durchschnittlich 950 pro Wahlbezirk. Der kleinste Wahlbezirk ist mit 67 Wahlberechtigten Lampertswalde bei Meißen, der größte mit 2400 Wahlberechtigten die Stadt Zittau.

Im Verhältnis von Einwohnern und Wahlberechtigten hat Leipzig deutschlandweit die Nase vorn. Hier sind rund 80 Prozent aller Einwohner wahlberechtigt. Auch in Chemnitz und Dresden ist die Quote ähnlich hoch. Mit 79 Prozent belegen die beiden Städte den zweiten und dritten Platz.

Zum Vergleich: Der Durchschnitt aller 30 Städte liegt deutschlandweit bei 71 Prozent. Die Bundeshauptstadt Berlin liegt im Mittelfeld: 71 Prozent der Einwohner sind hier wahlberechtigt. In Hamburg sind es 72 Prozent.

Beim Sortieren und Auszählen helfen alle Wahlhelfer mit.
Beim Sortieren und Auszählen helfen alle Wahlhelfer mit.  © dpa/Axel Heimken
Bevor die Beisitzer den Stimmzettel vergeben, kontrollieren die Schriftführer 
die Wahlberechtigung im Wählerverzeichnis.
Bevor die Beisitzer den Stimmzettel vergeben, kontrollieren die Schriftführer die Wahlberechtigung im Wählerverzeichnis.  © dpa/Stefan Sauer

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