Sachsens Verkehrsbetriebe brauchen neue Leute

Leipzig/Dresden - Nicht nur Unternehmen wie die Städtebahn Sachsen leiden unter Personalmangel - vor allem Lokführer.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe haben Personalprobleme.
Die Leipziger Verkehrsbetriebe haben Personalprobleme.  © Leipziger Verkehrsbetriebe

Es fehlen auch Bus- und Straßenbahnfahrer. Die LVB gehen jetzt mit einem Rekrutierungstag in die Offensive.

Bei der Städtebahn müssen teils Busse fahren, weil die Lokführer fehlen. Bei den Leipziger Verkehrsbetrieben fährt ab heute die Linie 10 weiter im Ferienfahrplan - wegen Fahrermangel. Aktuell sind 32 Fahrerstellen unbesetzt! Am morgigen Dienstag soll der Beruf nun bei einem Rekrutierungstag schmackhaft gemacht werden.

Das Problem: Durch steigende Fahrgastzahlen, aber auch Großveranstaltungen steigt der Personalbedarf - aber parallel gehen viele in Rente. Gleichzeitig suchen auch viele andere nach Fachkräften. Die LVB aber werden künftig jährlich 30 bis 50 neue Fahrer brauchen!

"Die LVB ziehen dabei alle Register, um die angespannte Personalsituation zu entschärfen", so LVB-Arbeitsdirektor Michael Halberstadt (57). Er verwies auf Personalsuche im Umland sowie sogar Personalausleihe bei anderen Verkehrsunternehmen in Europa.

Auch die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) setzen auf Ausbildungstage oder "Straßenbahnselbstfahren", um Bewerber zu finden. Und auf Tariflöhne und Jobsicherheit. "Bisher mussten wir, wie in anderen Städten passiert, noch nicht Bahn oder Bus aufgrund eines Fahrermangels stehenlassen", so DVB-Sprecher Falk Lösch (53). Aber manchmal sei es knapp gewesen. Derzeit wird an einem Personalkonzept gearbeitet.

Und auch in Chemnitz wurde es bereits eng - und in Glauchau kurvten schon spanische Fahrer durch die Stadt.

Titelfoto: Leipziger Verkehrsbetriebe


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