37-Jähriger jagt Ex durch Leipzig, doch die gerät selbst ins Fadenkreuz

Leipzig - Am Sonntagabend wählte eine 37 Jahre alte Frau aus Kleinzschocher den Notruf und alarmierte die Polizei. Sie sagte, ihr Ex-Freund (37) sei auf dem Weg zu ihr und hatte angedroht, die Tür eintreten zu wollen.

Eine 37-jährige Leipzigerin rief aus Not die Polizei. Plötzlich geriet sie selbst ins Fadenkreuz. (Symbolbild)
Eine 37-jährige Leipzigerin rief aus Not die Polizei. Plötzlich geriet sie selbst ins Fadenkreuz. (Symbolbild)  © DPA

Ein weiterer Anrufer teilte mit, dass seine Nachbarin soeben über den Balkon auf die Straße geflüchtet sei, ein Mann verfolge sie.

Polizeibeamte machten sich sofort auf den Weg und stellten einen aggressiven Mann, der zuvor vor den Ordnungshütern flüchten wollte.

Er wehrte sich mit Händen und Füßen gegen seine Festnahme, sodass ihm Handschellen angelegt werden mussten. Die Polizei fand Drogen und einen 2016 gestohlenen Führerschein bei ihm.

Währenddessen meldete sich seine Ex-Freundin wieder bei der Polizei. Sie gab an, von dem soeben Festgenommenen verprügelt worden zu sein und musste ambulant vom Rettungsdienst behandelt werden.

Ihr Ex, ein Thüringer, beschuldigte sie wiederum, die Drogen von ihr bekommen zu haben. In ihrer Wohnung sei noch mehr davon zu finden.

Kurzerhand besorgte sich die Polizei bei der Leipziger Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss und ging dem Hinweis des 37-Jährigen nach. In der Wohnung der Frau fanden die Beamten nochmals 400 Milliliter der Droge, vermutlich handelt es sich um GHB.

Gegen die Frauen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

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