50.000 Figuren, 500.000 Teile: Riesige Playmobil-Ausstellung startet in Bonn

Bonn - Seit den 1970er Jahren gibt's in Deutschland kaum ein Kinderzimmer ohne Playmobil. In Bonn startet am Freitag eine Ausstellung der Superlative mit den kultigen Plastik-Figuren.

Im Deutschen Museum Bonn können ab Freitag die riesigen Playmobil Schau-Landschaften betrachtet werden.
Im Deutschen Museum Bonn können ab Freitag die riesigen Playmobil Schau-Landschaften betrachtet werden.  © DPA

Ein Hafen, eine Weltraumstation, eine Autofabrik - und alles ist aus Playmobil. Auf spielerische Weise soll die Sonderausstellung im Deutschen Museum großen und kleinen Besuchern Themen aus Technik und Wissenschaft näherbringen.

Der Hamburger Oliver Schaffer hat Tausende Playmobil-Figuren und Zubehör-Teile zu Schau-Landschaften zusammengestellt.

"Die Szenen stellen Momentaufnahmen dar, sie sollen die Fantasie anregen", sagt Schaffer, der nach eigenen Angaben "die größte Schau-Sammlung der Welt" mit mehr als 50.000 Playmobil-Figuren und 500.000 Einzelteilen besitzt.

Einen Teil davon hat der 40-Jährige mit viel Liebe zum Detail in Bonn aufgebaut. Am Flughafen zum Beispiel stehen Flugzeuge auf der Startbahn, im Tower überwachen Mitarbeiter den Betrieb, Reisende eilen mit Gepäckwagen zum Terminal, davor wartet eine Taxi-Schlange. Im Notfall-Bereich halten sich Sanitäter und Feuerwehrleute für den Ernstfall bereit.

Die Playmobil-Teile stammen aus verschiedenen Jahrgängen. "Eltern entdecken die Sachen wieder, mit denen sie selbst früher gespielt haben", sagt Schaffer. 1974 hatte die fränkische Firma geobra Brandstätter die ersten Figürchen auf den Markt gebracht.

"Playmobil ist ein Stück deutscher Kulturgeschichte"

Playmobil-Fan Oliver Schaffer vor einem kompletten Flughafen mit den kultigen Plastik-Figuren.
Playmobil-Fan Oliver Schaffer vor einem kompletten Flughafen mit den kultigen Plastik-Figuren.  © DPA

Oliver Schaffer bekam als Dreijähriger sein erstes Playmobil geschenkt - einen Raubtier-Wagen, einen Schäfer und ein Zoo-Set.

Schon als Kind sei er Zirkus-Fan gewesen, habe mit Playmobil immer wieder Zirkusshows nachgebaut und -gespielt, erzählt der frühere Musical-Darsteller.

Auch seine ersten Ausstellungen drehten sich um dieses Thema, 2009 schließlich durfte er "seinen" Zirkus im Pariser Louvre zeigen. Seitdem arrangiert Schaffer Ausstellungen zu verschiedenen Themen.

"Playmobil ist als Spielzeug ein Stück deutscher Kulturgeschichte, es bildet aber auch Technikgeschichte ab", sagt Ralph Burmester, Projektleiter des Deutschen Museums Bonn.

Die dort dargestellten Szenen spiegelten die Haupt-Themen des Hauses wider - zum Beispiel sichtbar an einem Playmobil-Hubschrauber, der unter einem echten Rotor hängt. An einer Spritzgieß-Maschine können die Besucher zuschauen, wie Playmobil-Häschen hergestellt werden.

Die in tagelanger Arbeit aufgebauten Schau-Landschaften werden mit Glaswänden geschützt. Doch es gibt auch Spielbereiche für Kinder.

Außerdem hat das Museum ein Begleit-Programm mit Work-Shops und Führungen entwickelt. Die Sonderschau "Playmobil-Technikgeschichte(n)" ist bis zum 25. August zu sehen.

Playmobil-Figuren beim Onboarding: Die Schau-Landschaften stellen detailreiche "Momentaufnahmen" dar.
Playmobil-Figuren beim Onboarding: Die Schau-Landschaften stellen detailreiche "Momentaufnahmen" dar.  © DPA
Am Playmobil-Hafen ist jede Menge los!
Am Playmobil-Hafen ist jede Menge los!  © DPA

Titelfoto: DPA


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